Rothrist
Fussballjunioren haben im Kinofilm «Der Goalie bin ig» einen grossen Auftritt

Der Auftritt der Rothrister Fussballjunioren in «Der Goalie bin ig» dauert nur wenige Sekunden – am Samstag schauten sie sich gemeinsam den Film an und sind überzeugt: Die drei Sekunden mit ihnen im Hintergrund sind die besten des Films.

Melanie Gamma
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Die Junioren des FC Rothrist posieren stolz vor dem Filmplakat «Der Goalie bin ig». gam

Die Junioren des FC Rothrist posieren stolz vor dem Filmplakat «Der Goalie bin ig». gam

Eine Stunde und 28 Minuten mussten die Junioren des FC Rothrist am Samstagnachmittag im Saal des Youcinema in Oftringen ausharren, um sich den Film «Der Goalie bin ig» anzuschauen. Dann endlich konnten sie sich selber auf der Leinwand bestaunen – und brachen in Jubel und Gelächter aus. In der Schlussszene taten die 11- und 12-jährigen Jungs das, was sie am liebsten tun: Fussball spielen.

Die Rothrister kicken im Hintergrund, als der Hauptdarsteller des Films Marcus Signer sinnierend am Fussballplatz vorbeispaziert. Obwohl die Sequenz nur knappe drei Sekunden dauert, war sich Noah sicher: «Das war das Beste am Film.»

Unvergesslich bleibt der Tag am Set in Bern, allemal für jenen jungen Rothrister Fussballspieler, der sogar die Filmklappe bedienen durfte. Er erinnert sich an die Zeit mit Schauspielerin Sandra Moser, an das Mittagessen mit der ganzen Crew, ans Zusammensuchen des Outfits und an die Proben und die Aufnahmen bei klirrender Kälte und eisigem Wind. «Einige von uns versuchten sogar, den Ball mit dem Kopf ins Tor zu schiessen, obwohl der Ball richtig hart war», erzählte Noah Jambrecina.

Dank Frisur mehrmals am Set

Mit der eher düsteren Handlung des Streifens konnten wohl einige der Kids nur wenig anfangen: Im Kinosaal wurde es zwischenzeitlich unruhig. «Der Goalie ist sicher kein Kinderfilm, aber eineinhalb Stunden kann sicher jeder durchbeissen, sonst darf er immer noch raus», meinte Trainer René Leuenberger.

Ihm persönlich gefiel der Film gut: «Es war speziell, die eigenen Jungs auf der Leinwand zu sehen.» Spannend sei, zu merken, was es für 90 Minuten Film braucht. «Da wirst du für die Mitarbeit angefragt, bist einen Tag in Bern – und dann ist der Auftritt gerade zwei Sekunden lang.»

Länger, sprich zweimal, im Bild war Dominik Siegrist. Der 11-jährige Oftringer wurde noch für eine Szene am Anfang gecastet und verbrachte nebst dem Tag mit dem FC Rothrist drei weitere am Set. «Ich hatte mich mit einem Foto beworben und wurde wegen meiner Frisur ausgewählt», sagte er stolz.