Schöftland
Für den Gebäudeunterhalt sind Tausende Franken nötig

Um die künftigen Sanierungskosten ihrer Liegenschaften sicherzustellen, sollen Einwohner und Ortsbürger von Schöftland Kredite sprechen.

Flurina Dünki
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Sanierungsarbeiten stehen auch beim Schloss an.

Sanierungsarbeiten stehen auch beim Schloss an.

Roland Zumbuehl

Schöftland will das nötige Geld zur Verfügung haben, um die gemeindeeigenen Gebäude bei Bedarf sanieren zu können. Die Gemeindeversammlung vom 29. Juni soll deshalb einen grösseren Kredit von 910'000 Franken sprechen, damit Erneuerungsmassnahmen an Liegenschaften für die nächsten drei Jahre finanziell abgedeckt sind. Dazu gehören etwa das Schlossgebäude, die Schulgebäude und die Turnhallen sowie die Bibliothek.

In der Botschaft zur Gemeindeversammlung zeigt der Gemeinderat auf, wie viel Unterhaltskosten die Liegenschaften schätzungsweise bis 2021 verschlingen. Demnach müssen an Primar-, Sekundar- und Bez-Schulhaus sowie Turnhallen für insgesamt 700'000 Franken Erneuerungen durchgeführt werden.

Der Grossteil der Schul-Unterhaltskosten muss dabei für Unterhaltsarbeiten der Sporthalle/TW-Trakt ausgegeben werden: 426'000 Franken. Die Kosten für Schloss, Bibliothek und Mehrzweckgebäude/Feuerwehrlokal betragen laut Schätzung 210'000 Franken. Ergibt zusammen den beantragten Kredit von 910'000 Franken.

Kredit auch von Ortsbürgern

Auch die Ortsbürger sollen einen Kredit genehmigen, der den Unterhalt ihrer Liegenschaften für die nächsten drei Jahre finanziell abdeckt. Sie besitzen mehrere Immobilien im Zentrum, darunter das Gebäude des Restaurants Schlossgarten. Um für Unterhaltsarbeiten bis 2021 genügend Geld auf der Seite zu haben, wird den Ortsbürgern ein Kredit von 420'000 Franken beantragt. Dies ist der einzige Kredit, über den die Ortsbürger entscheiden müssen.

Die Einwohnergemeinde hat noch für ein anderes Projekt Geld zu sprechen. Es handelt sich um das Sanierungskonzept der Badwasserheizung in den Sportanlagen Rütimatten. Die dortige Heizungsanlage erfordert sehr viel Unterhalt. Der Grund: Nach jedem Suhre-Hochwasser muss die Flusswasserfassung wegen starker Verschlammung und Versandung gereinigt werden. Ohne diese Reinigung kann die Wassertemperatur im Schwimmbad nicht gehalten werden. Für die Optimierung der Anlage wurde bereits 2016 ein Betrag von 120'000 Franken ins Budget aufgenommen und letztes Jahr auf 135'000 Franken angehoben. Der Gemeinderat hat nun mit einem Gebäudetechnik-Unternehmen ein Sanierungskonzept ausgearbeitet. Es sieht vor, eine Grundwasserfassung mit Entnahme- und Rückgabebrunnen einzubauen. Dafür soll die Gmeind einen Kredit von 260'000 Franken sprechen. Der Baubeginn ist auf Ende der laufenden Badesaison geplant.

Weiter wird der Gmeind beantragt, das «Elektrizitätsreglement Technische Betriebe Schöftland» zu genehmigen. Bisher hatte Schöftland kein Reglement für Netzanschluss, Netznutzung und Lieferung der elektrischen Energie aus dem Verteilnetz der Technischen Betriebe an den Verbraucher. Wegen der steigenden Komplexität der Strom-Rechnungsstellung sei ein solches nötig, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft. Schliesslich muss die Rechnung mit einem Plus von 481'471 Franken genehmigen. Gegenüber dem budgetierten Minus von 48'350 Franken bedeutet dies ein um 529'821 Franken besseres Ergebnis.