Reinach
Für 19 Millionen Franken: Stiftung Altersheim will neues Bettenhaus erstellen

Für knappe 19 Millionen Franken will die Stiftung Altersheim Reinach auf dem Landstück östlich des heutigen «Sonnenbergs» ein neues Bettenhaus erstellen. Die Gemeinde will der Stiftung das Bauland schenken.

Rahel Plüss
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Östlich (auf dem Foto rechts) vom «Sonnenberg» soll der Neubau entstehen. rap

Östlich (auf dem Foto rechts) vom «Sonnenberg» soll der Neubau entstehen. rap

Rahel Plüss

Nach dem Menziker «Falkenstein» hat jetzt auch das zweite grosse Alters- und Pflegeheim im Oberwynental, der Reinacher «Sonnenberg», Ausbaupläne. Für knappe 19 Millionen Franken will die Stiftung Altersheim Reinach auf dem Landstück östlich des heutigen «Sonnenbergs» ein neues Bettenhaus erstellen. In einem zweiten Schritt soll dann das 51-jährige Hauptgebäude zu betreuten Alterswohnungen umgebaut werden.

Das passiert freilich nicht von heute auf morgen. Gemäss Mitteilung der Stiftung soll es ab 2020 losgehen. Zunächst muss die Landfrage für den Neubau geklärt werden. Die beiden Parzellen gehören der Einwohnergemeinde Reinach. Sie liegen in der Zone für öffentliche Bauten und sind der Stiftung Altersheim Reinach im Baurecht zugesichert. Jetzt sollen sie an den «Sonnenberg» übergehen. Der Grund: Die Stiftung soll das Land als Eigenkapital ausweisen und so bessere Kreditkonditionen für den Neubau erwirken können, wie Gemeindeammann Martin Heiz auf Anfrage erklärt. Der Gemeinderat hat eine entsprechende Vorlage ausgearbeitet. Er beantragt der Gmeind vom 1. November, das Land im Buchwert von rund 262 000 Franken dem «Sonnenberg» zu schenken und es so ins Eigenkapital der Stiftung zu überführen.

Zusätzliche Alterswohnungen

Für die Gemeinde Reinach werden durch den Neubau und die Alterswohnungen keine weiteren Kosten entstehen, versichert die Stiftung in ihrer Mitteilung. «Das ist ein Geschäft auf dem Papier», sagt Martin Heiz. «Der einzige Unterschied ist, dass das Land der Gemeinde nicht mehr gehört und es deshalb in der Rechnung abgeschrieben werden muss.» Zinseinnahmen aus dem Baurechtsvertrag hätte es auch bisher keine gegeben.

Mit dem Vorhaben will die Stiftung den «Sonnenberg» den heutigen Anforderungen anpassen. Das bestehende Hauptgebäude wurde 1966 errichtet und sei trotz laufendem Unterhalt und Erweiterungen «teilweise nicht mehr zeitgemäss». Auf den zwei östlich gelegenen Nachbarparzellen soll deshalb ab 2020/21 ein neues Bettenhaus mit modernen Pflegezimmern entstehen. Eine Erweiterung der Bettenzahl (heute 76) ist dabei nicht vorgesehen. Während der Bauarbeiten läuft der Pflegebetrieb in der bestehenden Infrastruktur normal weiter, es brauche also keine Zwischenlösung. Nach dem Umzug der Bewohner soll der Altbau saniert und bis 2023 zu betreuten Alterswohnungen umgenutzt werden. Damit wird die die Zahl der Wohnungen von heute 8 auf 25 erhöht.