Reinach
Fünf Jahre Planung und Diskussion, jetzt Start

Zwar nicht still und leise, aber ohne jegliche Spatenstichfeierlichkeiten haben Bauarbeiter gestern mit ihren Maschinen beim Reinacher Centralschulhaus die Neugestaltung des Pausenplatzes in Angriff genommen.

Peter Siegrist
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Zwar nicht still und leise, aber ohne jegliche Spatenstichfeierlichkeiten haben Bauarbeiter gestern mit ihren Maschinen beim Reinacher Centralschulhaus die Neugestaltung des Pausenplatzes in Angriff genommen. Sie gestalten den Platz rund um das markante Schulhaus sowie den Platz zwischen Schulhaus und Saalbau komplett neu.

Anstelle der heutigen Asphaltfläche entstehen mehr Grünflächen. Zwischen Schulhaus und Saalbau werden neue Begegnungszonen mit Dach- und Sitzelementen realisiert. Auf der Ostseite stehen künftig noch 52 temporäre Parkplätze für Saalbauanlässe und 5 Lehrerparkplätze zur Verfügung. Die blaue Zone an der Neudorfstrasse wird verkleinert, da bleiben künftig noch 5 Quer- und
3 Längsparkplätze übrig.

In einer ersten Bauphase, die rund drei Monate dauert, arbeiten die Bauarbeiter an der näheren Umgebung des Schulhauses. Der Platz wird leicht angehoben und ausgeebnet, sodass das Schulhaus künftig auf einem kleinen «Podest» steht und optisch noch besser zur Geltung kommt.

Umgestaltung in drei Etappen

Am Dienstag wurde der Asphaltbelag rund um das Schulhaus herausgefräst und der Wiederverwertung zugeführt. Polier Heinz Rupp ist jetzt mit zwei Mitarbeitern daran, die Vorarbeiten zu leisten, um die «Podestmauer» zu betonieren. Bei der ganzen Platzgestaltung muss berücksichtigt werden, dass die Feuerwehr jederzeit rund um das Schulhausgebäude zirkulieren kann. Das bedeutet, die Unterlage muss für schwere Fahrzeuge tragfähig und die Zufahrt sicher sein.

Zwischen Mai und August wird an der zweiten Etappe gearbeitet, dies betrifft die Ostseite zwischen WSB-Gleise und Anschluss Pausenplatz-Ostfassade.

Vom August bis im Oktober entsteht dann während der letzten Bauetappe die Begegnungszone mit den zum Teil gedeckten Sitzgelegenheiten zwischen Schulhaus und Saalbau. Ende Oktober, so hoffen die Planer, wird die Neugestaltung der Schulhausumgebung abgeschlossen sein. Der alte Schulhausbrunnen bei der Einmündung der Neudorfstrasse in die Hauptstrasse bleibt an seinem Standort.

Erst Ja, dann Nein, zum Schluss Ja

Die Vorlage für die Neugestaltung des Platzes legte der Gemeinderat der Gmeind im Herbst 2006 vor. Damals bemängelten die Bürger die Vorlage als «unsorgfältig» und stellten einen Rückweisungsantrag. Dieser wurde verworfen und die Vorlage (Kredit von 1,4 Mio. Franken) genehmigt. Allerdings war die Freude des Gemeinderates nur von kurzer Dauer. Gleichzeitig mit der Diskussion um die alten Linden an der Hauptstrasse ergriff der Verein Pro Linden im Januar 2007 das Referendum und es kam im März 2007 zur Volksabstimmung. Ein Mehrheit lehnte damals den Kredit ab.

Im Juni 2007 beauftragte der Souverän die Behörde, die Platzgestaltung neu aufzunehmen. Im Herbst bewilligten die Bürger einen Planungskredit von 120000 Franken. In der Folge veranlasste die Behörde einen Projektwettbewerb.

An der Budgetgmeind vom 25. November 2009 präsentierte Gemeinderat Bruno Rudolf dem Souverän das neue Projekt und erläuterte gleichzeitig das neue Verkehrsregime. Nach einer intensiv geführten Diskussion bewilligten die Reinacher Stimmbürger mit grossem Mehr und sieben Gegenstimmen einen Kredit von 1,6 Mio. Franken. Jetzt wird dieses Projekt realisiert.