Reinach

Fürs neue Schulhaus Pfrundmatt 2 wurden kurzerhand schon bestehende Pläne rezykliert

In Reinach hat Bildungsdirektor Alex Hürzeler das neue Schulhaus Pfrundmatt eingeweiht. Sibylle Haltiner

In Reinach hat Bildungsdirektor Alex Hürzeler das neue Schulhaus Pfrundmatt eingeweiht. Sibylle Haltiner

Dank einem geschicktem Schachzug liess sich das Pfrundmatt-Schulhaus günstiger bauen. Der Regierungsrat bewundert Reinachs Vorgehen.

«Aus den vorhandenen Ressourcen wurde hier das Beste gemacht.» Alex Hürzeler war voll des Lobes über das neue Schulhaus Pfrundmatt 2. Der Regierungsrat war am Samstag persönlich an der Einweihungsfeier anwesend und meinte: «Ich bewundere das Vorgehen, das Reinach hier gewählt hat.»

Damit sprach er den ungewöhnlichen Weg an, den Reinach bei der Planung des Neubaus gegangen war. Man hatte nämlich bemerkt, dass in Rothrist bereits ein Schulhaus steht, das perfekt nach Reinach passen würde, und einfach die bestehenden Pläne des Gebäudes übernommen.

Dadurch wurde rund eine halbe Million gespart. «Wenn man nicht so viel Geld zur Verfügung hat, muss man nach kreativen Lösungen suchen, um etwas Gutes zu bekommen», erklärte Gemeindeammann Martin Heiz und fügte hinzu: «Für 4,9 Millionen hat noch niemand ein so tolles Schulhaus gebaut wie wir.»

Elf Schulzimmer umfasst das neue Schulhaus, das zwei Pavillons ersetzt, die vor rund 25 Jahren als Provisorium erstellt wurden. Es bietet auch Platz für Gruppenräume, das Büro der Schulhausleiterin und des Abwarts sowie einen Technikraum. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert Strom. Der Holzbau hat keinen Keller, dafür aber eine hinterlüftete Fassade und eine Minergie-Zertifizierung. Sogar für ein weiteres Wachstum der Gemeinde ist man gerüstet. Bei Bedarf kann an das bestehende Gebäude spiegelverkehrt ein weiteres angebaut werden.

Nach der Annahme des Verpflichtungskredits im November 2014 erfolgte Anfang September 2015 der Spatenstich. Architekt Daniel Lischer lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. «Es waren nur gerade sieben Bausitzungen nötig.» Das Gebäude sei zweckmässig und ohne Firlefanz, führte er weiter aus. «Aber Lüftung, Licht und Raumakustik sind gut. Ausserdem verfügt es über tolle Einrichtungen.»

Davon konnten sich die Besucher der Einweihungsfeier gleich selbst überzeugen. In den Schulzimmern, die seit dem neuen Schuljahr benutzt werden, hängen interaktive Wandtafeln, die Stühle leuchten in fröhlichen Farben. In den Gruppenräumen stehen Hocker, die über eine gewölbte Bodenfläche verfügen und dadurch die Kinder auch im Sitzen in Bewegung halten.

Pausenplatz ist auch wichtig

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Gestaltung des Spiel- und Pausenplatzes gelegt. «Solche Plätze sind wichtig, damit die Kinder gesund aufwachsen», meinte Schulleiterin Christina Schwob. «Hier haben wir einen naturnahen, kinderfreundlichen Aussenraum, der auch eine suchtmittelfreie Zone sein soll.»

Eltern, die ihre Kinder auf den Spielplatz begleiten, müssen zum Rauchen den Bereich verlassen. Auch Hürzeler lobte den Platz, auf dem neben diversen Spielgeräten ein grosses Kletterhaus steht, und betonte: «Ein gutes Bildungsangebot ist wichtig, aber es braucht auch einen guten Pausenplatz als Bewegungs- und Lernraum.»

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