Reinach
Frühlingskarten-Wettbewerb: Tiere stechen die Bauern aus

Der Wettbewerb der Stiftung Lebenshilfe zum Thema Bauernhof – gewonnen haben Hühner, Schafe und Ziegen.

Peter Siegrist (Text und Fotos)
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Drei Siegerbilder präsentiert von Klientin Daniela Senn und den Jurymitgliedern Michael Brändli und Franziska Schnell.

Drei Siegerbilder präsentiert von Klientin Daniela Senn und den Jurymitgliedern Michael Brändli und Franziska Schnell.

Peter Siegrist

Für einmal passt der Gebäudename «Heuwiese» des Hauptsitzes der Stiftung Lebenshilfe präzis zum gewählten Thema für die neuen Frühlingskarten: «Bauernhof».

Das Publikum und eine Jury haben an einer Vernissage aus über hundert eingereichten Bildern drei für den Druck der traditionellen Frühlingskarten ausgewählt. Die aufgehängten Bilder setzten fröhliche Farbtupfer in die Halle, da lachten Kühe, Schafe, Ziegen und Bauern mit Traktoren von den Wänden.

Angesichts dieser bunten Vielfalt sagte Jurymitglied Regierungsrat Urs Hofmann schon vor Beginn des Anlasses: «Das wird schwierig bei dieser Vielzahl von gelungenen Bildern.» Die Ersten, welche Bilder auswählen durften, waren das Publikum und die anwesenden Klientinnen und Klienten selber. So auch die 30-jährige Klientin Daniela Senn, die, wie die andern alle auch, zehn Bilder auf ihre Liste setzte, und dabei noch nichts ahnte von ihrem Glück.

Zum Sieger-Trio gehören die Geissen von Hansruedi Kühnis...
3 Bilder
...und die Schafe von Paul Hübscher.
Das farbenfrohe Hühnerbild von Daniela Senn hat die Jury überzeugt.

Zum Sieger-Trio gehören die Geissen von Hansruedi Kühnis...

Peter Siegrist - Bild und Text

Prominente Jury

Zehn Bilder schafften es in den Juryraum, wo die sechsköpfige Jury sich innert dreissig Minuten für drei Bilder entscheiden musste. Wie Geschäftsführer Martin Spielmann erklärte, setzte sich die Jury aus externen und internen Personen zusammen. «Da sind Kunst, Pädagogik, Wirtschaft und Politik vertreten.»

Jurymitglied Michael Brändli, der Geschäftsführer der Poesia Gruppe in Unterkulm, war zum ersten Mal bei der Stiftung. «Ich bin überrascht von der hohen Qualität der Bilder, von der fröhlichen Umsetzung des Themas.» Formgebung, Farbe, Eignung für Karten seien entscheidende Auswahlkriterien gewesen.

Qual der Wahl: Die Jury beim Auswählen der Bilder. Franziska Schnell; Michael Brändli, Geschäftsführer Poesia Gruppe; Priska Elmiger; Ruth Bruder, Leiterin Wohnhaus Tunau; Regierungsrat Urs Hofmann und Urs Zimmerli (v.l.).

Qual der Wahl: Die Jury beim Auswählen der Bilder. Franziska Schnell; Michael Brändli, Geschäftsführer Poesia Gruppe; Priska Elmiger; Ruth Bruder, Leiterin Wohnhaus Tunau; Regierungsrat Urs Hofmann und Urs Zimmerli (v.l.).

Peter Siegrist - Bild und Text

Bestechende Farben

Gross war die Spannung bei der Bekanntgabe der ausgewählten Bilder und gross war die Freude bei Daniela Senn, als sie auf die Bühne steigen durfte. Ihr farbenfrohes Bild mit den Hühnern auf der Stange hatte die Jury überzeugt. Das Bild besticht durch die grafische Anordnung der Tiere im Bilderrahmen und die Farben. Daniela Senn wohnt im Wohnhaus Tunau und arbeitet im Töpferatelier.

«Daniela ist eine fröhliche Person, und hat ausgesprochen Freude an Farben und Formen, nebst dem Töpfern malt sie auch sehr gerne», erklärte Ruth Bruder, Leiterin des Wohnhauses. Nebst dem Bild mit den Hühnern hat sich die Jury noch für die Geissen von Hansruedi Kühnis entschieden und für die Schafe von Paul Hübscher. «Das sind fröhliche Schafe, die herumtollen und nicht für politische Bilder missbraucht werden», wie Urs Hofmann schmunzelnd anmerkte.

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