Schmiedrued-Walde

Frischer Wind im Gemeindehaus

Flankiert von der stv. Gemeindeschreiberin Tamara Bolliger (l.) und Sachbearbeiterin Melanie Milk wünscht der abtretende Gemeindeschreiber Heinz Glauser (2.v.r.) seinem Nachfolger Jonas Weber viel Erfolg. Foto: wen

Flankiert von der stv. Gemeindeschreiberin Tamara Bolliger (l.) und Sachbearbeiterin Melanie Milk wünscht der abtretende Gemeindeschreiber Heinz Glauser (2.v.r.) seinem Nachfolger Jonas Weber viel Erfolg. Foto: wen

Heinz Glauser übergab das Amt des Gemeindeschreibers an seinen Nachfolger Jonas Weber. Er betritt in Schmiedrued kein Neuland. Seit 2004 arbeitet er – mit Unterbrüchen – auf der Gemeindeverwaltung.

Die Atmosphäre im ersten Stock des Gemeindehauses in Schmiedrued ist gelöst. Am letzten Arbeitstag von Gemeindeschreiber Heinz Glauser sind der Abtretende, sein Nachfolger Jonas Weber, die neue Stellvertreterin Tamara Bolliger und Sachbearbeiterin Melanie Milk im lockeren Gespräch. Bevor der Gemeinderat zur offiziellen Amtsübergabe eintrifft, erzählt Heinz Glauser von den Gründen, die ihn zum Weggang bewogen haben.

Er gehe auf keinen Fall, weil es ihm in Schmiedrued-Walde nicht gefallen habe. «Ich habe eine bodenständige, aber sehr zuvorkommende Bevölkerung kennen gelernt. Nennenswerte Konflikte gab es in meiner Amtszeit keine.» Dass nach anderthalb Jahren bereits wieder Schluss sei, liege an den örtlichen Rahmenbedingungen. «Ich mache eine Weiterbildung, für die der Arbeitsweg von meinem Wohnort Leutwil nach Schmiedrued eher hinderlich ist.» Zudem sei es sein Charakter, der immer wieder nach Veränderung lechzt. Glauser wird ab Mai in Teufenthal die Stelle des Gemeindeschreibers antreten.

«Freue mich auf das Amt»

Glausers Nachfolger Jonas Weber betritt in Schmiedrued kein Neuland. Seit 2004 arbeitet er – mit Unterbrüchen – auf der Gemeindeverwaltung. Der in Suhr wohnhafte gebürtige Oberkulmer schloss im letzten Sommer die Ausbildung zum Gemeindeschreiber ab. Die Chance, vom Stellvertreter zum Gemeindeschreiber aufzusteigen, wollte er sich nicht entgehen lassen. «Sie kommt wohl nur einmal im Leben. Ich freue mich auf das Amt.» Zusammen mit Tamara Bolliger und Melanie Milk bildet er fortan ein junges Team auf der Gemeindeverwaltung. «Natürlich sind wir noch nicht so routiniert. Ich sehe es aber auch als Vorteil, die Dinge unbeschwert angehen zu können», sagt der 28-jährige Weber. Wie Glauser schätzt er die Besonnenheit, die von der Schmiedrueder Bevölkerung ausgeht. «Das Arbeiten hier ist sehr dankbar.» Jonas Weber fühlt sich trotz auswärtigem Wohnsitz in Schmiedrued heimisch. Solange er auf Gemeindeebene arbeite, wolle er dies nur in Schmiedrued tun.

Besser, auswärts zu wohnen

Beim Thema Wohnort sind Heinz Glauser und Jonas Weber gleicher Meinung. Für Mitarbeiter von Gemeindeverwaltungen sei es kein Problem oder sogar besser, den Wohnort in einer auswärtigen Gemeinde zu haben. «So kann einem niemand vorwerfen, bei Entscheidungen persönliche Absichten geltend zu machen», sagt Glauser. «Ein einheimischer Gemeindeschreiber kann die Ferien nicht in seinem Wohnort verbringen.»

Auch die Dorfbevölkerung habe laut Glauser die Meinung, Mitglieder der Verwaltung müssen Einheimische sein, verworfen. «Dieses Denken hat bereits vor 20 Jahren aufgehört.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1