Reinach
Frau nimmt Tochter das Handy weg – Gemeindeammann wundert sich, über Anzeige wegen «Häuslicher Gewalt»

Reinachs Ammann Martin Heiz sprach am Neujahrsapéro über ein gutes, vergangenes Jahr, Besserwisser und einen polizeilichen Rapport, über den er nur den Kopf schütteln kann.

Urs Helbling
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Martin Heiz am Donnerstagabend im Saalbau Reinach.

Martin Heiz am Donnerstagabend im Saalbau Reinach.

Urs Helbling

Der Freisinnige Martin Heiz ist bekannt für seine unterhaltenden Ansprachen am Neujahrs-Apéro. Reden mit viel Selbstironie, aber auch Tiefgang und einem Schuss Oberwynentaler Selbstbewusstsein. Etwa wenn er gestern sagte: «Wir hatten in Reinach ein gefreutes Jahr.» Und: «Alles ist im grünen Bereich.»

Zu den Highlights zählte er die Arbeit der vielen Freiwilligen. Und: «Jeder, der Sport treibt oder in einem Verein ist, macht in dieser Zeit nichts Dümmeres.» Zu denken gibt Heiz die stetige Zunahme der Besserwisser. «Toleranz ist für viele Leute ein Fremdwort geworden.»

Unnötig findet er den Gerichtsprozess, den die Gemeinde Gontenschwil im Zusammenhang mit der Auflösung der Kreisschule Homberg respektive der Neubildung der Oberstufenkreisschule aargauSüd angestrengt hat.

Und den Kopf schüttelt Heiz über einen Rapport, den die Regionalpolizei unter der Kategorie «Häusliche Gewalt» einreihen musste. Eine 14-Jährige hatte letztes Jahr die Beamten angerufen und Anzeige eingereicht. Begründung: «Mama hat mir das Handy weggenommen.»