Holziken

Franziska Roth: «Wir leben letztlich doch im besten aller Länder»

Regierungsrätin Franziska Roth (SVP) sprach am Montagabend über den «Sonderfall Schweiz».

Dass die Bundesfeier in Holziken überhaupt an ihrem vorgesehenen Ort stattfinden konnte, ist schon ein Indiz für Tugenden, die den Schweizern nachgesagt werden: Fleiss und Widerstandsfähigkeit. Denn noch vor drei Wochen stand die Reithalle Holziken gut einen Meter unter Wasser – das Unwetter in der Region Zofingen hatte sie voll erwischt. Dank grossem Einsatz des Reitvereins war es dennoch möglich, hier am 31. Juli wieder zu feiern.

Als Festrednerin konnten die Holziker SVP-Regierungsrätin Franziska Roth gewinnen. Ganz leger in Shirt und Jeans, Sandalen und Sonnenbrille war sie gekommen. Roth erzählte als Erstes, dass sie Holziken schon vor fast 20 Jahren kennen gelernt hatte, als sie, die frisch aus dem Kanton Baselland in den Aargau eingewanderte Rechtspraktikantin, dringend einen Ballon benötigte und in einem Holziker Ballonshop fündig wurde. Damals wie heute habe sie den Weg ohne Navigationsgerät gefunden, so die Regierungsrätin.

Holziken, das sei ein «kleines, heimeliges und immer noch landwirtschaftlich geprägtes Dorf», in dem es sich gut leben lässt und «wo sicher auch gut gefeiert werden kann». In Holziken, so sei sie sich sicher, sei das Heimatgefühl noch besonders ausgeprägt. Ansonsten hielt sich Roth in ihrer angenehm kompakten Rede eng ans Parteibüechli – das Stichwort «fremde Richter» fiel in den ersten zwei Minuten –, zitierte Schiller und rief zur Eigenverantwortung auf. Es gebe «mehr als genug Gründe, unseren Nationalgeburtstag zu feiern»: Die Schweiz könne stolz sein «darauf, dass wir immer noch unsere eigenen Gesetze schmieden und nicht von fremden Richtern ferngelenkt und kontrolliert werden».

Heimat, das sei das «gute Gefühl, letztlich doch im besten aller Länder leben zu können, auch wenn wir mit den Jahreszeiten, mit dem Wetter, den Steuern oder da und dort mit den politischen Entscheiden nicht zufrieden sind». Heimat, so die Chefin des Departements Gesundheit und Soziales weiter, sei auch das Gefühl von Sicherheit: «Wo Sicherheit fehlt, ist Heimat gefährdet.» Die Vorzüge der Schweiz zu bewahren, sei «Herausforderung und Pflicht von uns allen». Man müsse die Freiheit und Unabhängigkeit bewahren, und dazu gehöre es auch, «zu Begehrlichkeiten und Wünschen von aussen auch mal Nein zu sagen.»

Denn nur so funktioniere «unser System und unsere Heimat»: «Indem alle mit Toleranz, Offenheit und Teamgeist den Sonderfall Schweiz mitlenken und unsere einzigartige Freiheit und Sicherheit mitten in Europa nicht nur geniessen, sondern auch mit dem Mut der Gründer verteidigen.»

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