In Leutwil kam es in den letzten Wochen gleich zu mehreren Beissattacken von Hunden. All diese gehören sie derselben Züchterin, Daniela K., wohnhaft im Dorf. 

Einer der betroffenen Hundehalter ist Heinz Bohler – sein Chihuahua Leroy wurde von einer Bulldogge gebissen. «Es war hart anzuschauen», sagte er zum Regionalsender «TeleM1» vor fast zwei Wochen. «Die Ärzte mussten ihm Schmerzmittel geben und er hat am ganzen Körper gezittert.» Tierarzt Markus Haller meldete bis dahin drei Vorfälle dem Veterinäramt. 

Jetzt hat sich die zuständige Regierungsrätin Franziska Roth in den Fall eingeschaltet: Die Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales (DGS) hat eine vorsorgliche Verfügung erlassen, die ab sofort gültig ist, wie «TeleM1» berichtet. "Sie darf pro Spaziergang nur noch mit einem Hund ins Freie", erkärt sie. "Der Hund muss an der kurzen Leine sein." Dies gelte für alle ihre Hunde. 

Dieser Chihuahua wurde von einer Bulldogge gebissen.

Dieser Chihuahua wurde von einer Bulldogge gebissen.

Eine Person gebissen

Mit ausschlaggebend für diesen Entscheid war, dass einer der Hunde kürzlich einen Menschen gebissen hat. Laut Kanton ist es in den letzten zwölf Jahren zu zehn Vorfällen mit Hunden der Leutwiler Züchterin gekommen. Sie ist schon mehrfach per Strafbefehl verurteilt worden. Der Veterinärdienst hat sie mehrfach verwarnt. 

Heinz Bohler reagiert mit einer gewissen Erleichterung auf die Verfügung. "Wir in Leutwil sind froh, dass wir endlich ein Zeichen haben vom Kanton. Aber für mich persönlich geht das zu wenig weit. Ich habe den Eindruck, dass die Frau ihre Hunde nicht im Griff hat." Er verlangt ein Halteverbot. Sonst könne man das Problem nicht lösen. 

Daniela K. will nicht Stellung nehmen und hält gegenüber «TeleM1» einzig fest, dass sie die Verfügung anfechten wolle. Die Reaktion von Franziska Roth findet sie völlig übertrieben. (pz)

Mehrere Hundeattacken in Leutwil

11. November: So berichtete «TeleM1» über Hundeattacken in Leutwil