Staffelbach
Fotoausstellung: Unbekannte Gesichter bekamen einen Namen

«Das hier ist die Berta und hier, das ist Franz.» Beim Betrachten von Klassen- oder Konfirmationsfotos aus den 20er- und 30er-Jahren entdeckten manche Staffelbacherin und mancher Staffelbacher alte Bekannte.

Sibylle Haltiner
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«Weisch no?», diese Frage war an der Staffelbacher Fotoausstellung sehr oft zu hören. Sibylle Haltiner «Weisch no?», diese Frage war an der Staffelbacher Fotoausstellung sehr oft zu hören. Sibylle Haltiner

«Weisch no?», diese Frage war an der Staffelbacher Fotoausstellung sehr oft zu hören. Sibylle Haltiner «Weisch no?», diese Frage war an der Staffelbacher Fotoausstellung sehr oft zu hören. Sibylle Haltiner

Gemeinsam beugte man sich über die Fotos mit bräunlichem Stich, durchforstete die ernsten Züge der Schulkinder nach bekannten Gesichtern und diskutierte über Namen und Familienbeziehungen.

Klassenfotos waren der Renner

Die Bilderausstellung «WWW-Tag» (wo, wer, wann?) in der alten Turnhalle zog viele Alteingesessene an, doch auch Auswärtige mit Staffelbacher Wurzeln suchten in den Fotos nach Erinnerungen. Besondere Beachtung fanden die Klassenfotos, die – falls datiert – eine genaue Zuordnung erlaubten und die Suche nach Bekannten und Vorfahren erleichterten.

Initiiert hat die Fotoausstellung Hansruedi Hunziker, der als Knabe oft bei seinen Grosseltern in Staffelbach weilte und sich seit vielen Jahren mit Ahnenforschung befasst. Um seine Familienforschung bebildern zu können, suchte er alte Fotos und kam auf die Idee mit der Bilderausstellung. Viele Leute hat er kontaktiert und nach Fotos gefragt.

So konnte er eine grosse Zahl von Bildern präsentieren, sauber nach Themen in Couverts geordnet. Viele Ausstellungsbesucher brachten selbst Fotos mit, die sie auf den Tischen ausbreiteten. Die Motive waren vielfältig: Familienfotos, Bauern beim Heuen, Soldaten mit einer feschen jungen Frau, stolze Jäger mit Beute oder der Turnverein bei einer Vorführung. Jemand präsentierte Milchbüchlein und Gemeindeversammlungsprotokolle aus den 40er-Jahren, auch Stammbäume, teilweise mehrere Meter breit, waren ausgelegt.

Es entsteht eine Foto-CD

Einige Personen auf den Bildern konnten gar dank der Ausstellung identifiziert werden. Ein bloss als «Reitnauer Junge» und langjähriger Helfer eines Jägers bezeichneter Knabe, der ein Leiterwägeli mit einem erlegten Tier zog, wurde von seinem Cousin erkannt.

Mitglieder der Jugend- und Kulturkommission, die den Anlass zusammen mit Hansruedi Hunziker organisiert haben, scannten die Fotos ein, die von den Besuchern gebracht wurden. Daraus entsteht eine CD, die für 25 Franken abgegeben wird. Wer nicht direkt an der Ausstellung eine bestellt hat, kann sich bei der Kulturkommission melden.

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