Holziken
Forstwarte in Holziken zeigen: Sie können auch bauen

33 Forstwartlehrlinge im 3. Lehrjahr absolvierten im Suhrental während fünf Tagen einen überbetrieblichen Bau- und Unterhaltskurs. Die Gemeinde Holziken bot Gastrecht an, die 33 Lehrlinge bezogen in der Mehrzweckhalle ihre Unterkunft.

Peter Siegrist
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Alain Döbeli und Timon Inderbitzin
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Joel Zurbrigg und Daniel Schmutz
Moreno Müller, Ephraim Maurer, Michael Waldburger

Alain Döbeli und Timon Inderbitzin

Peter Siegrist

«Es macht mir und den Instruktoren richtig Freude, diesen Kurs zu leiten, die Lehrlinge sind motiviert, interessiert und packen zu». Dies sagte Stefan Staubli zu den geladenen Gästen bei einem Augenschein auf den verschiedenen Baustellen.

Alle Forstwartlehrlinge nehmen während ihres 3. und letzten Lehrjahres an einem vom Aargauischen Försterverband durchgeführten Baukurs teil. Dieses Jahr bot die Gemeinde Holziken Gastrecht an, die 33 Lehrlinge bezogen in der Mehrzweckhalle ihre Unterkunft.

Ein Forstwart werde heute in der Holzerei und Waldpflege ausgebildet, erklärte Staubli, «aber der Bau und Unterhaltskurs ist fester Bestandteil der Ausbildung.» Die Forstbetriebe müssten heute in der Lage sein, mit ihren Mitarbeitern den Unterhalt der Waldstrassen, Bachverbauungen, Hangrutschsanierungen und Naturschutzbauten selber auszuführen. «Auch der Bau von Spiel- und Rastplätzen, von einfachen Blockhäusern und die Strassenentwässerung gehören zum Pflichtenheft.»

Die Lehrlinge arbeiteten jeweils einen halben Tag auf einer Baustelle und rotierten nachher zu nächsten. Jede Baustelle wurde von einem Instruktor vorbereitet und geleitet.
Im Holziker Naturschutzgebiet bauten die Lehrlinge mehrere Tümpel und Lesesteinhaufen, wo Tiere Unterschlupf finden. Eine Gruppe hat im Rütihofwald kräftig zupacken müssen, sie sanierte eine steile Treppe eines Wanderwegs. In Muhen wurde eine Uferpartie der Suhre mit einer Weidenverbauung befestigt. Stefan Staubli legte den Gemeindevertretern unter den Besuchern nahe: «Wichtig ist, dass wir diese jungen, gut ausgebildeten Leute im Wald behalten können, sie können holzen und viel mehr.»