Schöftland

Fitnesspark im Alterszentrum in Schöftland für 66000 Franken

Thomas Zeller, Zentrumsleiter Regionales Alterszentrum Schöftland.

Thomas Zeller, Zentrumsleiter Regionales Alterszentrum Schöftland.

Das Regionale Alterszentrum in Schöftland soll erneuert werden. Geplant ist ein Neubau des Pflegeheims sowie 20 neue Betten für die geschützte Wohngemeinschaft.

Leise plätschert die Suhre vor sich hin. Der Weg im Garten ist so gestaltet, dass er keine Sackgasse hat. Es gibt lauschige Schattenplätze und Sonnenplätze sowie Hochbeete. Im Cheminée wird im Sommer jeweils gegrillt, dann werden Feste gefeiert und musiziert.

Doch der ganze Garten ist eingezäunt. Es gibt keinen Weg nach draussen. Denn es ist der Demenzgarten der geschützten Wohngemeinschaft des Regionalen Alterszentrums Schöftland. Weil der Garten so gestaltet ist, «nehmen die Demenzkranken diesen Zaun nicht wahr», sagt Thomas Zeller. Er ist seit Februar 2012 Leiter des Alterszentrums.

Ausbau mit 20 neuen Betten

Das Gebäude ist die ehemalige Untere Mühle in Schöftland. Die Innenwände sind hellgelb, es ist ruhig und trotz der abgeschlossenen Tür heimelig. Es bietet Platz für 20 demenzkranke Menschen, bei denen das Risiko besteht, dass sie weglaufen könnten.

Die Plätze sind immer alle besetzt, die Warteliste ist lang. Deswegen ist ein Ausbau geplant. Auf dem Bauland nebenan soll gebaut werden, die Wohngemeinschaft soll auf 40 Plätze erweitert werden. «Wir müssen uns für die Zukunft rüsten, die Menschen werden immer älter und leider nimmt die Demenz noch zu», sagt Zeller.

Das Pflegeheim liegt nicht am selben Ort, es liegt mitten im Dorf. In zwei Jahren kann es sein 50-Jahr-Jubiläum feiern.

Doch die Zimmer sind nicht mehr die neusten. Rund ein Drittel davon sind Doppelzimmer, die heute oft nicht mehr als solche genutzt werden. Kein Pflegezimmer hat eine Dusche. Die Stationszimmer sind klein und unübersichtlich.

Neubau ist geplant

Jeder Stock hat eine andere Farbe. Wenn Thomas Zeller durch die verschiedenen Gänge geht, kann er beinahe alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden mit Namen grüssen. Ein Ziel, bis Ende Einstiegsjahr alle Namen zu kennen, hat er also erreicht.

Geplant ist hier ein Neubau des Pflegeheims am bestehenden oder an einem neuen Standort in Schöftland. Dabei wird die Anzahl der Betten in etwa gleich bleiben.

Zudem soll ein Neubau mit 20 Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen. Pläne, die auf dem Papier existieren, deren Finanzierung jedoch noch ein Konzept braucht.

Nachdem Zeller als Zentrumsleiter eingestiegen war, absolvierte er die Weiterbildung «Gerontologie kompakt». Dabei lernte er das Konzept des körperlichen und kognitiven Trainings kennen. Ein Training, das sowohl Muskeln und Kopf fordert.

Und dafür gibt es spezielle Geräte, von denen Zeller fünf nun auch in Schöftland anschaffen will. Sie werden rund 66000 Franken kosten und durch Spenden finanziert werden können.

Damit sollen die Mobilität und das Reaktionsvermögen verbessert werden, sodass der Alltag besser bewältigt werden kann.

Der neue Trainingspark soll ab September bereit und nach einer ersten Testphase auch öffentlich zugänglich sein. Mit diesen «Fitnessgeräten für Betagte», wie Zeller sie nennt, komme aber durchaus auch ein junger Mensch ins Schnaufen.

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