Unterkulm
Feuerwehr-Nachwuchs zeigt Feuereifer

18 Mannschaften nahmen am Samstag in Unterkulm am kantonalen Jugendfeuerwehrwettkampf teil. Die Jugendlichen bewiesen nicht nur viel Sachkenntnis, sondern stellten sich auch auf dem Plauschparcours äusserst geschickt an.

Hanny Dorer
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Die Jugendfeuerwehr Schenkenbergertal beim «Retten» einer Person über die Leiter.

Die Jugendfeuerwehr Schenkenbergertal beim «Retten» einer Person über die Leiter.

In der Kategorie A (15 bis 18 Jahre) gelang der Jugendfeuerwehr (JFW) Mittleres Wynental ein eindrücklicher Heimsieg, nachdem die gleiche Mannschaft, damals noch in der Kategorie B (12 bis 14 Jahre), bereits vor zwei Jahren kantonaler Meister wurde. In der Kategorie B schwang das Team Suhr 2 obenauf.

Theorie und Praxis an 7 Posten

Geprüft wurden an der kantonalen Meisterschaft nicht nur das praktische Feuerwehrhandwerk, sondern auch theoretische Kenntnisse und allgemeine Geschicklichkeit. Dabei hatte die Sicherheit immer oberste Priorität. Auch korrekte Kleidung war Bedingung – sonst gabs einen Strafzuschlag von 10 Sekunden. Ein Team bestand aus 6 Teilnehmern und zwei Reserven.

Die Aufgaben waren vielfältig und reichten vom Knotenknüpfen über Karabinerbremse, Seiten- und Schocklagerung bis zum Schlauchlegen und gezielt Wasser spritzen. Ausserdem musste eine Person über eine Leiter gerettet und ein «Patient» sorgfältig über mehrere Hindernisse transportiert werden.

An etlichen Posten lag das Schwergewicht auf der Geschicklichkeit: Da galt es, mit Wasser gefüllte Plastikbecher per Schubkarre über Wippen zu transportieren oder mit Wasser gefüllte Ballone mithilfe einer Blache in einen Eimer zu werfen. Sackhüpfen, Bälle dribbeln oder sich zu dritt auf einem Paar Ski vorwärtsbewegen waren weitere Aufgaben. Ein letzter Posten war der Theorie gewidmet. Hier mussten Fragen zur Feuerwehr beantwortet werden.

Auch Spass muss sein

Die 15 Jugendfeuerwehren im Aargau werden von Aktiven und ehemaligen Spezialisten in die Grundkenntnisse der Feuerwehr eingeführt. Im Vordergrund stehen Rettung und Brandbekämpfung, aber aus Sicherheitsgründen ohne Atemschutz. «Der Spass darf aber nicht zu kurz kommen», betonte OK-Präsident Heinz Hochuli. Er lobte alle Teams für ihren «fairen, sportlichen, kameradschaftlichen und tollen Einsatz».

Leider wurde der Anlass von einem kleinen Unfall überschattet: Beim Sackhüpfen stürzte ein junger Feuerwehrmann aus dem Bezirk Lenzburg so unglücklich, dass er mit Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch ins Spital gebracht werden musste. Das OK wünscht ihm gute und rasche Besserung.

Rangliste: Kat. A: 1. Mittleres Wynental, 2. Rued 1, 3. Zurzach 1, 4. Suhr 1, 5. Fire Dragons 1, 6. Rued 2, 7. Hirschthal 1, 8. Baden, 9. Sarmenstorf 1. – Kat. B: 1. Suhr 2, 2. Hirschthal 2, 3. Rued 3, 4. Lenzburg Ammerswil, 5. Leerau 1, 6. Sarmenstorf 2, 7. Leerau 2, 8. Fire Dragons 2, 9. Zurzach 2.