Adventskalender

Fenster Nummer 17: Der schönste Anhänger wird nur in der Vitrine präsentiert

Matthias Vogt, genannt «Disli», in seinem Schlüsselanhänger-Museum.

Matthias Vogt, genannt «Disli», in seinem Schlüsselanhänger-Museum.

Der Menziker Matthias Vogt hat aus seinem Hobby ein Museum gemacht und präsentiert dort über 10000 Schlüsselanhänger.

Matthias Vogt, von seinen Freunden und Bekannten wird er mit seinem Spitznamen «Disli» gerufen, ist ein äusserst ausdauernder Sammler. Wer jetzt an Bierdeckel oder Kaffeerahmdeckel denkt, der irrt, Matthias Vogt sammelt Schlüsselanhänger. «1979, vor 37 Jahren, habe ich damit angefangen» sagt der heute 62-jährige Menziker.

Die verschiedenartigen Schlüsselanhänger, die verschiedenen Formen und Materialien hatten es ihm angetan. Schlüsselanhänger aus Metall, Kunststoff, Schlüsselringe mit Plüschtieren oder Flaschenöffnern, breit ist die Palette der Sujets. Auch ein paar besonders edle Stücke aus Metall befinden sich in seinem Besitz.

Stolz zeigt Disli den Anhänger mit dem Emblem des Sauber-Formel-1-Rennstalls. Damit der Sammler jederzeit über den aktuellen Bestand seines Museums im Bild ist, führt er ein Heft mit fortlaufender Nummerierung. Jeder Neueingang wird registriert, indem er hinter die nächste freie Nummer ein Häklein setzt. Letzte Woche hat er die Nummer 10 200 abgehakt.

Besucher staunen über die Vielfalt der Sujets: Tiere, Münzen, Logos, kleine Revolver, Kameras, Autos, Auto-Signete, Wasserwagen und so weiter. Zuerst habe er seine Sammlung in Kartonschachteln aufbewahrt, erzählt Matthias Vogt.

Doch dann habe ihm Roland Pfanner vorgeschlagen, im Estrich seines Firmensitzes, dem sogenannten Maschinenhaus, ein Museum einzurichten und seine Sammlung öffentlich zugänglich zu präsentieren. Gemeinsam mit Freunden hat Vogt den Estrich eingerichtet, gehobelte Dachlatten auf weisse Platten montiert und in genau abgemessenen Abständen Nägel eingeschlagen, über 10 000 Stück.

Jetzt hängen die Exponate alle nebeneinander, einige, wie zum Beispiel die Elefanten-Anhänger, schön geordnet, andere wiederum aufgereiht nach Eingang. Der schönste Anhänger jedoch, der liegt in einer Vitrine hinter Glas. Sorgfältig nimmt ihn Vogt zum Fotografieren heraus. «Das ist der Schlüsselanhänger mit dem künstlichen Berg und der Signatur von Reinhold Messner, dem weltberühmten Bergsteiger».

Viele seiner Exponate hat Vogt selber gesammelt, aber ebenso viele haben ihm Freunde und Bekannte gebracht, wenn sie zum Beispiel von Reisen aus dem Ausland zurückkehrten. Mitte August hat Matthias Vogt zusammen mit seinem Mentor Roland Pfanner zu einem öffentlichen Einweihungsfest eingeladen.

Hunderte von Besuchern staunten über die umfangreiche Sammlung. Und darauf ist Disli besonders stolz: «Es sind alles verschiedene Schlüsselanhänger, keiner kommt in meiner Sammlung doppelt vor.»

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