Menziken

FDP-Politiker fordert A1-Anschluss: «Es kann nicht sein, dass man das Wynental nicht ernst nimmt»

Sorgt für Zoff: Die Autobahn A1.

Sorgt für Zoff: Die Autobahn A1.

Da der Regierungsrat im Projekt Veras keinen Autobahnanschluss an die A1 in Suhr vorsieht, wehrt sich nun ein FDP-Politiker aus der Region. Weil der Autobahnanschluss des Wynentals über Hunzenschwil ihm nicht genügt, appelliert der 30-jährige Adrian Meier an die Grossräte.

Der Menziker Adrian Meier ist «einfach nur frustriert»: Letzte Woche verabschiedete der Regierungsrat die Richtplan-Botschaft zur Umfahrung Suhr (Projekt Veras) an den Grossen Rat (AZ vom Samstag). Darin vorgesehen ist – wie bereits in der Anhörungsvorlage – eine Umfahrung im Osten und Süden des Dorfes. Nicht vorgesehen: ein Autobahnanschluss an die A1 in Suhr. Für den Wynentaler FDP-Grossratskandidaten des Bezirks Kulm Adrian Meier ist dies unhaltbar.

«Ich fordere, dass die Möglichkeit eines Autobahnanschlusses richtig geprüft wird», sagt der 30-Jährige. Eine saubere, vertiefte Analyse zu Kosten und Auswirkungen eines A1-Anschlusses fehle in der Botschaft des Regierungsrats komplett. «Auf 57 Seiten wird die Einfahrt auf gerade einmal einer Seite behandelt», sagt Adrian Meier. Viele Fragen blieben unbeantwortet. Es fehle etwa auch eine Stellungnahme des Bundesamtes für Strassen (Astra).

«Einfach nur frustriert»: Adrian Meier (FDP, Menziken).

«Einfach nur frustriert»: Adrian Meier (FDP, Menziken).

Einen Autobahnzugang als wirtschaftliche Chance für das Tal

Der Betriebsökonom sieht einen Autobahnzugang als wirtschaftliche Chance für das Tal. So könne eine bessere Anbindung künftig helfen, steuerkräftige Einwohner anzuziehen. «Ich kenne viele Wynentaler, die nach Zürich pendeln», sagt Meier. Ein Autobahnanschluss sei Dauerthema.

Laut Medienmitteilung des Regierungsrats wird ein Zugang zur Autobahn in Suhr mit dem Projekt Veras «hinfällig». Das Wynental werde durch die Umfahrung besser als heute an die Autobahn angebunden. Sowohl ein Voll- als auch ein Halbanschluss Richtung Zürich würden ausserdem «zu sehr hohen Verkehrsbelastungen» aus beispielsweise Aarau oder Entfelden im Raum Suhr führen.

Adrian Meier überzeugen diese Argumente nicht. Er sagt: «Ich bin kein Verkehrsplaner, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Aarauer durch ganz Suhr fahren würden, statt die T5 zu nehmen.» Für Pendler aus dem Wynental hingegen sei die Schlaufe über Buchs Richtung Zürich zeitraubend. Mit seinem Anliegen sucht er nun Unterstützung bei Politiker-Kollegen. Er hofft, eine Debatte im Rat anzustossen. Denn, so sagt er: «Es kann nicht sein, dass man das Wynental nicht ernst nimmt.» (meb)

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