Auf dem Flugplatz Schoren, zwischen Oberkulm und Gontenschwil bauten die Piloten ihre für den Transport demontierten Flieger zusammen und machten sie startklar. 

Nur schon das Betrachten der neben der Startbahn bereitgestellten Fluggeräte liess die Zuschauer staunen. Funkgesteuerte Flugzeugmodelle und Helikopter sind längst nicht mehr kleine Fliegerchen. Spannweiten von über drei Metern und ein Gewicht bis gegen 40 Kilogramm sind an der Tagesordnung.

Auch bei den Antrieben stehen die Modelle ihren grossen Vorbildern in nichts nach. So führte zum Beispiel Franz Walti einen Albatros-Kampfjet vor, der von einer richtigen Düsenturbine angetrieben wird. Ebenso gingen Helikopter und Flächenflugzeuge mit Turboaggregaten an den Start. Viele Modellbauer setzen auch weiterhin auf Kolbenmotoren oder wechseln auf Elektromotoren.

Erstaunlich ist die Detailtreue im Modellbau. So hat Markus Spalinger aus Bremgarten erzählt, wie er mehrmals nach Dübendorf gefahren sei, um Details der Ju-52 zu fotografieren. Über 600 Stunden hat er investiert, bis er sein Modell ein erstes Mal auf die Rollbahn steuern konnte. Selbst die Pilotenpuppen im Cockpit tragen die richtigen Krawatten.

Nebst den vielen modernen Flugzeugen und Helis lenkten die historischen Flieger die Aufmerksamkeit auf sich, etwa das Dreidecker-Jagdflugzeug Fokker Dr. I von 1917, pilotiert von Christoph Jaberg. 

Modellflieger Reto Bolliger

Modellflieger Reto Bolliger

Zwei echte Flieger waren mit dabei

Nebst den Kunstflugvorführungen etwa von Reto Bolliger aus Reinach fielen auch die Tandems mit Schlepp- und Segelflugzeug auf oder die Flugstaffeln mit mehreren Flugzeugen.

An beiden Tagen zeichnete der Kunstflug-Schweizermeister Bruno Müller seine Figuren in den Himmel. Und der TCS hatte vorübergehend seinen Ambulanz-Helikopter einsatzbereit in Oberkulm stationiert. So hatten die Zuschauer die Gelegenheit den gelben Heli aus der Nähe zu sehen und die Besatzung kennenzulernen.

Die Veranstaltung war straff organisiert und am sogenannten Briefing haben die Organisatoren den Piloten die erlaubten Flugräume genau bekannt gegeben. Die Piste war aus Sicherheitsgründen mit einem Netz vom Zuschauerbereich getrennt.

Es sei eine Tatsache, dass seine Modelle immer grösser würden, sagte ein älterer Modellflieger lachend. «Das ist doch, damit ich meine Flieger in der Luft noch sehen kann.» Dem Verein gelang es, einen spannenden Einblick in ein Hobby zu zeigen.