Reinach/Leimbach
Fast alle Gleisjoche verlegt – eine Feuertaufe beim neuen WSB-Gleis

Der fast 5 Millionen Franken teure Kran ist in Reinach/Leimbach erstmals im Einsatz.

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Der neue Kran hat bereits fast alle Gleisjoche verlegt. In gut zwei Wochen kann die WSB nördlich von Reinach wieder durchfahren.

Der neue Kran hat bereits fast alle Gleisjoche verlegt. In gut zwei Wochen kann die WSB nördlich von Reinach wieder durchfahren.

Bilder: uhg

Noch bis zum 9. August müssen die Passagiere der AVA (ehemals WSB) zwischen Reinach und Leimbach auf den Bus umsteigen. Die Bahnlinie ist unterbrochen, damit für 5,5 Millionen Franken ein neues, 1,8 Kilometer langes Gleis gebaut werden kann.

«Wir sind im Terminprogramm. Die kritische Phase ist geschafft», erklärt Beat Meier, Projektleiter Infrastruktur bei der AVA. Auch dank des guten Wetters. Wegen der schwierigen Bodenzusammensetzung durfte es nicht auf das ausgehobene Bett regnen.

Gestern waren nicht die neuen Schienen oder die 5000-Tonnen-Schotter, die aus Nidwalden über den Vierwaldstättersee ins Wynental transportiert werden, der Star: Aus der ganzen Schweiz, etwa aus dem Bündnerland (RhB) oder dem Berner Oberland (Jungfraubahn), sind Bahnbauer angereist, um die neueste Maschine der Firma Vanoli zu bestaunen: den Kran Multi Tasker KRC 800, der für knapp 5 Millionen Franken in Leipzig (D) gebaut worden ist. Seine Spezialität: Er ist für die Meterspur konzipiert.

Am letzten Donnerstag kam der Kran auf einem Lastwagen (Gesamtgewicht 140 Tonnen) ins Wynental. Er ist seither dort im Einsatz. Erstmals werden auf dem WSB-Netz die Schwellen (neu aus Beton) und Schienen nicht mehr einzeln verlegt, sondern in Form von 18 Meter langen Gleisjochen.

In Reinach und Leimbach sind 100 Joche zusammengeschraubt worden. Die meisten sind bereits platziert. 63 waren es alleine am Sonntag. Die durchschnittlich 20 Arbeiter schaffen in zwei Schichten. (uhg)