Reinach
Farben und Muster im Einklang: Anita Haller erhält Kunstpreis

Die Textildesignerin Anita Haller hat 3.Preis im Swiss Artist Contest 2013 gewonnen. Sie lässt sich für ihre Kollektionen gern von Natur und Architektur inspirieren.

Peter Siegrist
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Anita Haller präsentiert in ihrem Verkaufsraum eine Kollektion. psi

Anita Haller präsentiert in ihrem Verkaufsraum eine Kollektion. psi

Die Reinacherin Anita Haller führt als Textildesignerin das Label «Aquamarin Design» und arbeitet in ihrem Atelier an der Ölbergstrasse 27 in Menziken. Heute Abend feiert die Galerie Del Mese-Fischer in Meisterschwanden die Vernissage einer Jubiläumsausstellung mit Werken von 30 Künstlern. Mit dabei sind auch die Preisträger des Swiss Artist Contests 2013.

In diesem Wettbewerb hat Anita Haller in der Kategorie Objekte/Bildhauerei mit einem Kunstobjekt, einem zum Raumschmuck weiterentwickelten Raumteiler den dritten Preis gewonnen. Der Wettbewerb wird durchgeführt vom «Kunstforum International». Das ist eine Künstlervereinigung, die an nationalen und internationalen kulturellen Aktivitäten teilnimmt, und ihren Sitz in Meisterschwanden hat.

Seide, Leinen und Baumwolle verarbeiten

Das Erschaffen von Kunstobjekten ist ein Teil von Anita Hallers Arbeit. Intensiv arbeitet sie als Textildesignerin. Sie entwirft Muster und Ornamente, die sie im Handsiebdruckverfahren auf Stoffe druckt. Dabei verarbeitet Seide, Leinen und Baumwolle, je nach Verwendungszweck. Die fertig bedruckten Stoffe verwendet Haller für ihre Heimtextilien. So entstehen Taschen, Kissen, Tischläufer, Accessoires zur Raumverschönerung und für den Gebrauch, aber auch textile Objekte oder Bilder.

«Ich bin offen für Kunst und Design und experimentiere gern mit verschiedenen Materialien, Farben und Formen.» So erstaunt es nicht, wenn sie Kunst und Kunsthandwerk mischt, wenn unter ihren Händen sowohl Gebrauchsgegenstände als auch Bilder entstehen.

Natur und Architektur inspirieren

Für ihre Kollektionen lässt sie sich gern von der Natur oder Architektur inspirieren. Muster und Farben stimmt sie aufeinander ab. «Die besonders schönen Aufträge sind die, wo ich als Raumgestalterin freie Hand habe, vom Stuhlkissen über Raumteiler bis zu den Vorhängen.» Farbe, Farbklänge und Formen sind besonders wichtig, erklärt sie, «aber ich liebe ungewöhnliche Farbkombinationen». Ihre Kollektionen präsentiert sie mehrfach an Fachmessen. So zum Beispiel an der Design-Messe in Zürich. Über diese Kanäle gelangen ihre Produkte in die Läden und in den Verkauf.

Das Gestalten von textilen Objekten habe sich aus ihrer Freude am Umgang mit verschiedenen Materialien entwickelt, sagt sie, «der Dialog zwischen Tradition und Moderne kann mit traditionellem Handwerk gut dargestellt werden.»

Galerie Del Mese-Fischer 12. Oktober bis 2. November, Di bis Fr, 14–18 Uhr, Sa, 14–17 Uhr. Vernissage, Sa, 12. Oktober, 18 Uhr.