Lange Gesichter gab es an der Generalversammlung der EWS Energie AG am Mittwochabend keine, schliesslich kamen die Resultate für die Aktionäre nicht überraschend. Man hätte sich sicher einen besseren Geschäftsausgang gewünscht, verglichen mit anderen Energieversorgern kam das Wynentaler Unternehmen aber glimpflich davon. Trotz garstiger Bedingungen auf dem Energiemarkt konnte die EWS Energie AG das Geschäftsjahr 2015 positiv abschliessen – allerdings mit einem deutlich kleineren Gewinn als im Vorjahr. Die Jahresrechnung 2015 schloss bei einem Umsatz von 23,5 Millionen Franken mit einem Gewinn von knapp 980 000 Franken und einem Bilanzgewinn von gut 1,687 Millionen Franken. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 war der Jahresgewinn mit gut 1,7 Millionen Franken fast doppelt so hoch.

Gründe gibt es gemäss Verwaltungsratspräsident Jürg Rubin dafür verschiedene: Einerseits habe das vergangene Geschäftsjahr stark unter dem Einfluss der sehr warmen und trockenen Witterung gestanden. Andererseits habe die EWS Energie AG mit dem Wegzug der Firma amg aus Gontenschwil ihren viertgrössten Kunden verloren. «Der Stromverbrauch in unserem Versorgungsgebiet ist um 2,3 Prozent gesunken – während er im gesamtschweizerischen Schnitt 1,4 Prozent gestiegen ist», so Rubin in seinen Ausführungen.

Bezüglich des Gewinns gelte es auch zu berücksichtigen, dass die Rückvergütung an die Kunden ab Geschäftsjahr 2015 nach einem neuen Verteilschlüssel vorgenommen würden. Konkret bedeute dies, dass bei Ausweisung des Jahresgewinns 2015 bereits das Drittel an die Konsumenten abgerechnet sei. «Das effektive Jahresergebnis wäre also um dieses Drittel höher», so Rubin.

Die EWS Energie AG hat ihre Kunden 2015 mit gesamthaft 129,5 Gigawattstunden Strom versorgt. Das Netz und dessen Ausbau sei ein zentraler Aspekt unserer Strategie, so der Verwaltungsratspräsident. «Diesem Kerngeschäft verdanken wir für letztes Jahr eine solide Basis auf der Bruttogewinnseite.»

Neue Abteilung ist gut gestartet

Seit März 2015 führt die EWS Energie AG die neue Abteilung Energiemanagement. Sie berät Kunden im Versorgungsgebiet bezüglich Photovoltaikanlagen. Die Anzahl Photovoltaikanlagen habe sich 2015 um 30 Stück auf 85 Installationen erhöht. Mit allen Anlagen im Netz der EWS Energie AG kann gemäss Geschäftsbericht der Jahresenergiebedarf von etwa 300 Hauhalten gedeckt werden.

Am Mittwochabend wurde Renate Gautschy, Gemeindeammann Gontenschwil, neu in den Verwaltungsrat gewählt. Sie übernimmt den Sitz von Alexandra Steiner, Gontenschwil, die infolge Wohnortswechsel auf diese Generalversammlung den Rücktritt eingereicht hatte.