Reinach

EWS Energie AG präsentiert ein erfolgreiches Jahr 2012

VR-Präsident der EWS Energie AG - Fotografiert in der Werkstatt der EWS in Reinach.

VR-Präsident der EWS Energie AG - Fotografiert in der Werkstatt der EWS in Reinach.

Die EWS Energie AG konnte an ihrer 13. Generalversammlung einen um rund 0,9 Millionen höheren Jahresgewinn vorlegen als noch im Jahr 2011. Die Aktionäre waren zufrieden und genehmigten die Jahresrechnung einstimmig.

«Es war ein aktives Jahr mit grossen Investitionen», so eröffnete Richard Wullschleger, Verwaltungsratspräsident der EWS Energie AG die 13. Generalversammlung. Bevor die Beschlüsse gefasst wurden, ging Wullschleger auf die verschiedenen Veränderungen ein.

So sprach er den massiven Strompreiszerfall an: «Praktisch über Nacht ist der Strompreis um rund 20 Prozent gesunken.» Und er geht davon aus, dass sich die Preise nicht wesentlich erhöhen werden.

Er nahm auch Stellung zur Energiestrategie 2050 des Bundes. Dabei soll der Gesamtenergieverbrauch sinken. «Heute gibt es diesbezüglich noch immer sehr viele Fragezeichen und die Unsicherheit ist gross», sagte er.

Bei der Innovation in neue Energien habe wohl niemand etwas dagegen, aber es gebe noch zahlreiche Punkte, in denen man noch uneins sei. Auch die EWS Energie AG investiert in erneuerbare Energien.

So konnte sie im Herbst 2012 eine weitere Photovoltaikanlage in Menziken in Betrieb nehmen. Es wird eine jährliche Stromproduktion von 60 000 kWh erwartet, dies entspreche dem Verbrauch von 13 «Norm-Haushalten». Doch bei den erneuerbaren Energien müsse man sich auf ein Verlustgeschäft von bis zu fünf Jahren einstellen, sagte Wullschleger.

Bevor er zur Jahresrechnung wechselte, zog er folgendes Fazit: «Es wird auch in Zukunft einiges los sein am Strommarkt, dies wird uns Verteiler herausfordern.»

Mehr Investitionen

Eine wichtige Veränderung war für die EWS Energie AG, dass sie neu in Beinwil am See ab 1. Februar 2012 zuständig ist für den Betrieb und Unterhalt der Wasserversorgung und seit 1. August auch für die Elektrizitätsversorgung.

Zudem investierte sie rund 3,5 Millionen in den Ausbau des TV-/Kommunikationsnetzes. Weiter wurde in die Realisierung eines eigenen Shops investiert und innerhalb der EWS wurden neue Stellen geschaffen. Das gesamte Investitionsvolumen hat sich im letzten Jahr gegenüber dem Vorjahr um rund 0,5 Millionen erhöht.

Die Vertreter der fünf Aktionärsgemeinden im Oberwynental und im Seetal genehmigten die Jahresrechnung 2012. Sie schliesst mit einem Jahresgewinn von 1 724 600 Franken. Damit liegt der Gewinn rund 0,9 Millionen höher als im Vorjahr. Der Grund liegt bei den deutlich geringeren Abschreibungen. Zudem konnte eine Dividende von total 200 000 Franken ausgeschüttet werden.

Einziger Diskussionspunkt war die Höhe der Dividende und ob diese allenfalls erhöht werden soll. Dazu Wullschleger: «Wenn die Aktionäre der Meinung sind, das müsste den Betrag erhöhen, müssen wir das anschauen.» Doch dazu brauche es einen Vorschlag der Aktionäre.

Am Schluss wagte Wullschleger noch einen Ausblick aufs nächste Jahr, dann wird nämlich der Verwaltungsrat neu gewählt werden. Mit einem Anforderungsprofil versuchte er sogleich, Interesse zu wecken.

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