Musik spielte im Leben von Andrea Moore seit früh an eine wichtige Rolle. Bereits als Jungspund spielte sie diverse Instrumente wie Trompete, Klavier oder Schlagzeug, fand danach indes als Teenager zum Gesang.

«Ich habe gemerkt, dass ich mit meiner Stimme am meisten aus mir herausbringen kann», so die Reitnauerin, die sich dieses Jahr mit dem Song «I’m getting there» für die nationale Vorausscheidung des Eurovision Song Contest (ESC) angemeldet hat, der nächstes Jahr in Wien stattfinden wird.

ESC-Kandidatin aus Reitnau: Andrea Moore tritt mit ihrem Song «I'm Getting There» an.

Das Video zum Song: Andrea Moore mit «I'm Getting There».

Auslöser dieser Erkenntnis waren ihre Engagements in Chören, zuerst in einem klassischen, danach im Seoner Jugendchor «Young Style», in dem vor allem Pop/Rock-Songs intoniert wurden und Moore merkte, dass sie auch solistische Fähigkeiten besitzt. «Das war eine wichtige Zeit für mich», sagt die in Staufen und Lenzburg aufgewachsene Sängerin.

Sowieso, Andrea Moore, die eigentlich Andrea Richner heisst und sich den Künstlernamen Moore von ihrer Ehefrau Lisa ausleiht, ist stilistisch alles andere als eingeengt. Sie trat am Internationalen Schlagerfestival in Gipf-Oberfrick auf, schrie mit der Band Felony metallische Töne ins Mikrofon und war Frontfrau des Pop/Rock-Komponisten Paul Etterlin.

Daneben amtete sie auch jahrelang als DJane. «Mir gefallen ganz viele Stilrichtungen», erklärt die 48-Jährige, die mittlerweile nur noch selten auf Coverversionen zurückgreift. Vielmehr hat sie einen grossen Fundus an eigenen Songs, die sie zurzeit mit dem – ebenfalls österreichischen – Produzenten Helly Kumpusch aufnimmt, um im Frühjahr 2015 ihr Album zu veröffentlichen.

«Helly Kumpusch hat ja eigentlich mich gefunden, nicht umgekehrt», freut sich die Reitnauerin, «er spürt mich und weiss, wie ich meine Songs haben möchte.» Logisch also, hat der Österreicher auch den ESC-Song «I’m getting there» produziert.

Spontane Bewerbung

Sich einmal für den ESC zu bewerben, geisterte schon lange in ihrem Kopf herum, dieses Jahr hat sie sich nun spontan dazu entschlossen. «Der Song war eine Woche vor Anmeldefrist im Kasten, da haben wir uns gleich beworben», lacht Moore. Schnell musste noch ein Video abgedreht werden, bereits ist das Voting abgelaufen. Nächste Woche werden die neun besten Interpreten bekannt gegeben.

«Der Song passt perfekt zu meiner Lebenssituation, da ich jetzt dort angekommen bin, wo ich hinwollte». Und natürlich kann der Titel durchaus auch auf den Weg an den ESC gemünzt werden. Entstanden ist er in Zusammenarbeit mit ihrer Ehefrau Lisa, zuerst auf der Barmelweid auf einem Flügel, danach wurde der Text dazu komponiert.

Wie sie abschneiden wird, darüber macht sie sich noch keine grossen Vorstellungen. «Es ist ja auch eine Plattform, mich einem grösseren Publikum vorzustellen», bilanziert sie ihre Anmeldung.

Über Soziale Medien habe sie bereits positives Feedback erhalten, also habe sich die Geschichte ja eigentlich schon bereits jetzt gelohnt. Und egal ob sie nun eine Runde weiter komme oder nicht. Das Hauptaugenmerk liegt zurzeit auf der CD-Produktion. Dafür war sie zwar nicht in Wien, aber immerhin schon mal in Österreich.