Vanessa Soland ist im Wynental keine Unbekannte, hat sie doch während dreier Jahren die Regionale Jugendarbeit Wynental mit den Standorten Teufenthal und aktuell Menziken geleitet. Dies in Zusammenarbeit mit Ruedi Haller.

Mit ihrem Stellenwechsel betritt Soland kein Neuland. Einzig die Jugendlichen, mit denen sie künftig zusammenarbeitet, sind jünger. Der Jugendtreff in Unterkulm ist offen für Schüler und Schülerinnen bis zum 10. Schuljahr. Bei der Regionalen Jugendarbeit hatte sie es mit 16 bis 25 Jährigen zu tun.

«Schülerinnen und Schüler haben andere Fragen und Probleme, die sie mit sich herumtragen», sagt Soland. «Da spiele ich als Ansprechperson zum Beispiel auch eine motivierende Rolle bei der Berufswahl oder als Vermittlerin, wenn Jugendliche Schwierigkeiten untereinander haben.»

Bei der Jugendarbeit im Mittleren Wynental sind Schule, Schulsozialarbeit und Kirchgemeinden eng vernetzt. Das Leitbild lässt der Jugendarbeiterin einerseits viel Gestaltungsraum, verlangt aber andrerseits ganz konkret: «Die Jugendarbeit animiert die Jugendlichen zu aktiver Mitarbeit und aktivem Mitdenken im sozialen, kulturellen und politischen Umfeld.» So ist die Auseinandersetzung mit Themen wie Sucht, Gewalt, Berufsfindung und Generationenkonflikt fest im Pflichtenheft der Jugendarbeiterin verankert.

Jugendtreff und offene Arbeit

Manuela Basso, Präsidentin des Vereins Pro Jugend Mittleres Wynental, betont, dass nebst dem Führen des Jugendtreffs auch die offene Jugendarbeit dazugehöre. «Wir wollen die Jugendlichen im Freien aufsuchen auf ihren Aufenthaltsplätzen und an den Hotspots. Hier wird Vanessa Soland ebenfalls als Ansprechpartnerin präsent sein. Sie freut sich auf die neue Arbeit: «Es war schon immer mein Wunsch, mit jüngeren Jugendlichen und Kindern zu arbeiten.» Die Aktivitäten im und um den Jugendtreff kämen da ihrem Bestreben entgegen. Sie finde es wichtig, als Sozialpädagogin Erfahrungen mit ganz verschiedenen «Kunden» zu sammeln.

Vanessa Soland liebt das Ganzheitliche. Das findet sie in Unterkulm. Zusätzlich zum 50-Prozent-Pensum der Jugendarbeit übernimmt sie die Leitung des Mittagstisches. Und dies hinter dem Herd, voll und ganz mit Kochlöffel und Kellen in der Hand.

«Ich koche leidenschaftlich gern», sagt sie. Sie freue sich, jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag ein feines Essen zuzubereiten für Kinder und gelegentlich auch Erwachsene, die vorbeikommen.

Kochen, einfach so? «Kochen macht mir Freude, aber ich habe es auch gelernt», sagt Soland. Während ihrer Ausbildung zur Fachperson Betreuung (FaBe) bei der Stiftung Lebenshilfe habe sie im Wohnhaus täglich für viele Personen gekocht. «Da habe ich gemerkt, wie viel Freude mir das bereitet.» Unterstützt wird sie beim Mittagstisch künftig von Anita Favi.

Vanessa Soland bleibt im Wynental, und sie hat sich vorgenommen, die unterbrochene Ausbildung an der Höheren Fachschule zur Sozialpädagogin wieder aufzunehmen.