Suhrental

«Es muss etwas passieren»: Elf Aargauer Gemeinden prüfen Fusion zu XXL-Forstbetrieb

Kommt der Zusammenschluss zustande, entsteht ein Betrieb mit einer Gesamtfläche von rund 21 Quadratkilometern. (Symbolbild)

Kommt der Zusammenschluss zustande, entsteht ein Betrieb mit einer Gesamtfläche von rund 21 Quadratkilometern. (Symbolbild)

Von Muhen bis Reitnau, von Holziken bis Schmiedrued: Im Suhren- und Ruedertal ist einer der flächenmässig grössten Forstbetriebe des Kantons Aargau am Entstehen: Die Forstbetriebe Muhen-Hirschthal-Holziken, Leerau-Rued und Oberes Suhrental prüfen eine Fusion, wie die Gemeinde Holziken gestern in einer Mitteilung verriet. Der Grundsatzentscheid soll schon im Sommer nächsten Jahres fallen.

Als Anlass wird zum einen die baldige Pensionierung der drei Förster genannt. Martin Leu (Oberes Suhrental) geht 2021 in Rente, Daniel Zehnder (Leerau-Rued) und Urs Gsell (Muhen-Hirschthal-Holziken) werden 2025 pensioniert. Zum anderen spielen die «immer schwereren Bedingungen» hinsichtlich Klima und Holzmarkt eine Rolle.

«Es muss etwas passieren», sagt Urs Gsell. Derzeit wird jeder der drei Betriebe von einer externen Fachstelle analysiert. «Eine Tendenz lässt sich noch nicht ableiten», sagt Gsell. So seien ein einzelner grosser oder zwei kleinere Forstbetriebe möglich. «Es kann aber auch sein, dass die jetzige Struktur bestehen bleibt.» Generell könne heute kein Forstbetrieb mehr nur vom Erlös aus dem Holzverkauf leben, so Gsell. Sein Betrieb schreibe lediglich schwarze Zahlen, weil er Leistungen an Dritte anbiete.

Die drei Forstbetriebe decken zusammen 11 Gemeinden ab. Sie haben je fünf Angestellte. Kommt der Zusammenschluss zustande, entsteht ein Betrieb mit einer Gesamtfläche von rund 21 Quadratkilometern. Die Fusion müsste von allen elf Gemeindeversammlungen genehmigt werden.

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