Zetzwil
«Es ist wie in meiner Kindheit»: Sommerfest setzt auf Altbewährtes

Das Sommerfest der Schürmatt in Zetzwil setzt auf Altbewährtes und erfreut damit die Besucher.

Sibylle Haltiner
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Sommerfest Schürmatt Viele Besucher und Besucherinnen kommen jedes Jahr ans Sommerfest, auch wegen der hübschen kunsthandwerklichen Produkte, die in den Ateliers hergestellt werden.
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Sommerfest Schürmatt Elijah (9, links) und sein Bruder Joas, 10, sind stolz auf ihrer gelben Armbänder, die sie selbst gefilzt haben.
Sommerfest Schürmatt Das hundertjährige Karussell gefällte Gross und Klein.
Sommerfest Schürmatt Gian Andrin (im grünen T-Shirt) ritzt eine Katze in seinen Speckstein.
Sommerfest Schürmatt Hier werden Armbänder gefilzt.
Sommerfest in Zetzwil 2018

Sommerfest Schürmatt Viele Besucher und Besucherinnen kommen jedes Jahr ans Sommerfest, auch wegen der hübschen kunsthandwerklichen Produkte, die in den Ateliers hergestellt werden.

Sibylle Haltiner

Ein Fischer und eine Badenixe sitzen im hohen Gras, umgeben von bunten Fischen und Seesternen, daneben ein Teich mit Seerosen und Fröschen. Über eine glatte Glasfläche segeln kleine Holzschiffe. In den Klassen und Ateliers der Schürmatt war auf das Sommerfest hin fleissig gearbeitet worden und das Thema «Wasser» für die vielen Besucherinnen und Besucher nicht zu übersehen.

Hier gibts viel zu tun

Das Motto für die Dekoration wechselt jährlich, ansonsten setzt das Sommerfest auf Tradition und Altbewährtes. «Die Leute schätzen, dass man hier immer das Gleiche findet», erklärte Werner Sprenger, Direktor der Schürmatt. «Wenn man ankommt, ist man gleich daheim.» Das bestätigte auch Andrea Haldemann. Die Zetzwilerin besucht das Fest jedes Jahr und meinte: «Es ist noch so wie in meiner Kindheit, die Stimmung und die Atmosphäre sind sehr schön und seit Jahren kosten die Spiele gleich viel.» Für einen Franken konnten die Kinder einen Schürmattbatzen erwerben und damit mit dem Gokart herumfahren, in einem Planschbecken Fische angeln oder mit dem über hundert Jahre alten Karussell fahren.

Auch gewerkelt wurde viel: In der Steinwerkstatt durften die Kinder einen Speckstein zurechtfeilen. Der achtjährige Gian Andrin Haldemann hat seiner Sammlung, die er zu Hause hat, ein weiteres Stück hinzugefügt. «Ich habe eine Katze hineingeritzt, weil wir daheim auch Katzen haben», erklärte er stolz. Am besten gefallen hat ihm die Schoggikuss-Schleuder. Gleich daneben konnten Mädchen und Buben ihre eigenen Armbänder filzen. Eine seifige Angelegenheit: Die Wollstreifen mussten nass gemacht und über ein Rohr hin- und hergerollt werden. Auch Joas (10) und Elijah (9) Bütler aus Lupfig hatten je drei Bänder gefilzt. Gelbe, denn diese Farbe mögen sie besonders.

Ein Fest der Begegnung

Ihre Mutter Sarah arbeitet ab und zu in der Schürmatt und erzählte: «Es gefällt uns sehr gut am Sommerfest. Man kommt mit vielen Leuten ins Gespräch.» Auch die Begegnung mit Menschen mit Behinderung sei wichtig, vor allem für die Kinder. «In diesem Alter haben sie noch einen ganz natürlichen Zugang.»

Ebenfalls altbewährt und traditionell ist der Verkauf der in den Ateliers hergestellten Dekorations- und Gebrauchsgegenstände. Diese wurden heuer auf Paletten ausgestellt anstatt in einem Marktstand. Das sonnige und trockene Wetter machte das möglich. Und noch etwas war am Samstag wie jedes Jahr: Die Verpflegungsstände boten Gluschtiges gegen den Hunger an, dazu fein duftende, selbst gebackene Kuchen. Die Besucher liessen sich gerne verführen.