«Ich bin schon ein bisschen nervös, aber ich freue mich», sagt Luca Zanatta gegenüber Tele M1. Das Fernsehteam begleitete den 19-jährigen diese Woche an seinem ersten Arbeitstag als Gemeindeschreiber von Leimbach und somit jüngsten Gemeindeschreiber der Schweiz.

Die Nervosität ist nicht unbegründet: Als Gemeindeschreiber trägt der junge Mann eine beachtliche Verantwortung. «Er ist die erste Anlaufstelle für die Gemeinderäte, auch in fachlichen Fragen», erklärt Gemeindeammann Janine Murer. «Es ist ein grosser Druck. Ich denke, er ist sich dessen bewusst.»

Gegen acht Mitbewerber durchgesetzt

Die Leimbacher Behörden sind aber zuversichtlich. Nicht umsonst hat sich Zanatta im Bewerbungsprozess gegen acht Mitbewerber durchgestzt und vom Gesamtgemeinderat einstimmig den Zuschlag erhalten. Ausserdem bleibt für den Teenager noch Zeit bis Ende Monat, in der er von seinem Vorgänger Raphael Huber eingearbeitet wird. Und dieser hat schliesslich 17 Jahre Erfahrung als Dreh- und Angelpunkt der kleinen Wynentaler Gemeinde.

Und was denken die Leimbacherinnen und Leimbacher über den Youngster auf ihrer Gemeindeverwaltung? «Er ist schon noch ein bisschen jung», heisst es am Stammtisch im Gasthof Sternen. Hinderlich findet das aber niemand. Im Gegenteil: Die meisten begrüssen es, dass Luca Zanatta die Stelle bekommen hat. «Ich finde es gut, dass man ihm eine Chance gibt und ich wünsche ihm alles Gute», sagt ein Gast. Eigentlich sollte so etwas viel öfter geschehen, meint ein anderer, «damit die Jungen vorwärts kommen.» (cze)