Zofingen/Uerkheim
Erste öffentliche Auflage scheitert an noch nicht ausgesteckten Profilen

Eine erste öffentliche Auflage der Pläne für die Strassensanierung in Mühlethal verlief rechtlich nicht korrekt.

Beat Kirchhofer
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Symbolbild: Vorderhand keine Bauarbeiten auf der Mühletalstrasse.

Symbolbild: Vorderhand keine Bauarbeiten auf der Mühletalstrasse.

Walter Schwager

Der Grund? Die exakte Linienführung der neuen Strasse war zum Zeitpunkt der ersten Auflage noch nicht mit Profilen ausgesteckt. Dazu Werner Ryter, Leiter Tiefbau und Planung der Stadt Zofingen: «Das Baugesetz schreibt die Bauaussteckung zwingend vor. Sie soll ein präzises Abbild des Bauvorhabens liefern.» Ernst Marti, stellvertretender Sektionschef beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, ergänzt: «Bereits während der ersten Auflage eingereichte Einwendungen behalten ihre Gültigkeit und müssen nicht erneut abgegeben werden.»

Individuelle Kontakte

Mit den direkt betroffenen Grundeigentümern hat die Projektleitung vor einiger Zeit mögliche Anpassungen an ihren Grundstücken besprochen. Die Verbreiterung der Fahrbahn auf durchgehend sechs Meter plus einen zusätzlichen, 2,5 Meter breiten Rad- und Gehweg führen zu einem Bedarf an Landwirtschafts- und Bauland von total 2147 Quadratmetern. Insgesamt 40 Eigentümer sind tangiert. Sobald die öffentliche Auflage am 2. August abgeschlossen ist, sollen allfällige Einwendungen behandelt werden. Sind diese bereinigt, wird das Projekt durch die Kantonsregierung gutgeheissen und der Landerwerb kann erfolgen. Wie viel Zeit verstreicht, hängt damit zusammen, wie speditiv die Verhandlungen mit den Grundeigentümern geführt werden können, heisst es beim Baudepartement. Optimistisch könne mit einem Baubeginn im Jahr 2019 gerechnet werden. Fertig ist der Ausbau der Strasse frühestens 2020.

Wichtig für den öV

Wichtig ist der Strassenausbau besonders für den Bus. Die Strasse ist örtlich weniger als sechs Meter breit, kurvenreich und mit bis acht Prozent Neigung sehr steil. Engpässe beeinträchtigen vor allem den Busbetrieb und sind ein latentes Unfallrisiko. Ein Kreuzen der Busse oder anderer grosser Fahrzeuge ist auf grossen Teilen der Strecke nicht möglich, was immer wieder zu Verspätungen führt.