Holziken

Er tauschte die Motorsäge gegen den Besen

Kurt Aeberhard war 30 Jahre im Wald tätig, bevor er ins Bauamt wechselte.

Kurt Aeberhard war 30 Jahre im Wald tätig, bevor er ins Bauamt wechselte.

Kurt Aeberhard feiert heute sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht. Er ist zuständig für zwei Schulhäuser und die Mehrzweckhalle und arbeitet auch bei der Kehrichtabfuhr mit.

Ein leiser Mensch ist Kurt Aeberhard beileibe nicht. Er sagt, was er denkt. Er sagt es immer freundlich und anständig, aber so, dass jeder genau versteht, was er meint. Dies habe ihm auch der ehemalige Gemeindeschreiber, Hansulrich Mathys, attestiert, erzählt Aeberhard nicht ohne Stolz und erinnert sich, wie Mathys auf der Bühne anlässlich seiner Verabschiedung vor allen Gästen sagte: «Dr Aeberhard esch de einzig gsi, wo sech öppe emol traut het, mer entgäge z’rede.»

Als Kurt Aeberhard im Oktober 1957 zur Welt kam, dachte noch niemand daran, dass er sich später einmal mit dem Gemeindeschreiber anlegen würde. Fünf Buben und ein Mädchen wuchsen in der Familie Aeberhard auf. «Unser Bauernbetrieb hatte immer genug Arbeit für uns Kinder», sagte Aeberhard. «Neben der Schule und der Arbeit, die wir zu verrichten hatten, war nicht mehr viel Zeit für andere Sachen. Früher war das halt so. Geschadet hat es uns nicht.»

Am liebsten draussen

Der Wechsel vom Wald ins Bauamt ergab sich beinahe von selber. «Ich übernahm den Dienst von Hansruedi Schoch, als dieser gesundheitshalber über längere Zeit ausfiel.» Als Schoch in Pension ging, rutschte Aeberhard nach. «Heute schaue ich zu zwei Schulhäusern, zur Mehrzweckhalle, bin an der Kehrrichtabfuhr beteiligt, mache die Ambrosiakontrolle, einen Teil des Winterdienstes und bin eigentlich überall da, wo man mich gerade braucht.»

Aeberhard ist sich auch heute noch für keine Arbeit zu schade, egal ob es um den Friedhof geht, ob er defekte Flurwege ausbessert oder Neophyten vernichtet. Sein Wunsch für die Zukunft ist: «Ich möchte gerne noch möglichst lange gesund bleiben, weiter für die Gemeinde und das Wohl ihrer Bewohner tätig sein, mich da und dort engagieren und helfen, wenn ich gebraucht werde.»

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