Am Neujahrsempfang lachte die Bevölkerung von Wiliberg spontan, als Gemeindeammann Stephan Müller verkündete, der Kanton wolle bei der Sanierung der Bergstrasse in diesem Jahr ein grosses Stück weiterkommen. In der Bevölkerung hat die Strasse längst den Übernahmen «Jahrhundertbauwerk» bekommen. Die Stimmberechtigten haben nämlich bereits 2011 den Kredit für den «Wiliberger Anteil» der Sanierung beschlossen.

Vier Jahre Bauzeit eingeplant

Die ersten Arbeiten wurden dann erst im September 2014 in Angriff genommen. «Die Arbeiten kommen nicht schleppend voran», dementiert Projektleiter Walter Bolliger von der Abteilung Tiefbau des Kantons Aargau. Der Kanton habe bereits vor dem Start der Sanierungsarbeiten vorausgesagt, dass sich diese über vier Jahre hinziehen werden. «Man kann so eine Strasse nicht in einer Etappe sanieren», sagt Walter Bolliger weiter. «Wir müssen auch die Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigen und zudem muss jede Liegenschaft permanent erreichbar sein.»

Der Belag der schmalen, kurvenreichen Strasse von der Moosersagi (Abzweigung Wiliberg) bis zum Schulhaus ist rund 40 Jahre alt und hat seine Lebensdauer längst überschritten. Deshalb wird die Strasse nun seit September 2014 in mehreren Etappen saniert. An der 2,2 Kilometer langen Strasse, die im Besitz des Kantons ist, wurden zu Beginn Bankettsicherungen, aber auch mehrere Entwässerungen eingebaut. Zudem wurde im Bereich Buchacker die alte Wasserleitung ersetzt und auch die IBAarau AG hat eine neue Stromleitung verlegt. Momentan werden Entwässerungsleitungen quer zur Fahrbahn ersetzt, Randverstärkungen angebracht und dann soll der Deckbelag eingebaut werden. Dieser wird auf den bestehenden Belag aufgetragen, zuvor wird er aber geschiftet und ausgeglichen.

Am Bergrennen kurz offen

Weil die Bergstrasse bis Dezember geschlossen ist, wurden zwei offizielle Umfahrungen über Reitnau und Staffelbach eingerichtet und signalisiert. Auf das Beschildern der «Schleichwege» hat der Kanton verzichtet. Er betont zudem weiter, dass das Fahrverbot für die Alte Wilibergstrasse (Gass) bestehen bleibt und diese nicht als Umleitung benützt werden darf. Für die Zeit während dem Bergrennen Reitnau, vom 25./26. Juni dieses Jahres, wird die Strasse befahrbar gemacht und die Umleitung am Freitagabend entfernt und am Montagmorgen wieder eingerichtet.

Die Baukosten für die Sanierung der Bergstrasse betragen rund 4,5 Millionen Franken, davon bezahlt auch Wiliberg einen kleinen Teil. «Die Sanierung des ‹Innerortsteils› kostet rund 200 000 Franken, 77 000 Franken davon bezahlt die Gemeinde Wiliberg», sagt Walter Bolliger.