Bezirk Kulm
Eltern erhalten Antworten auf ihre brennenden Fragen

Die Mütter- und Väterberatung des Bezirks Kulm hat im Beratungszentrum an der Kirchenbreitestrasse in Reinach im letzten Oktober neue Räume bezogen. Die az besuchte die Mütter- und Väterberatung an neuer Stelle.

Peter Siegrist
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Ivana und Sergio Perrez mit Lionel im Beratungsgespräch mit Susanne Landolt. Peter Siegrist

Ivana und Sergio Perrez mit Lionel im Beratungsgespräch mit Susanne Landolt. Peter Siegrist

Ivana und Sergio Perrez kommen gemeinsam in die Mütter-und Väterberatung. Mit dabei ist natürlich auch Lionel, ihr 27 Monate alter Sohn. Lionel kennt die neuen Räume der Beratungsstelle bereits, geht zielstrebig zum Kindertisch und beschäftigt sich mit der Lego-Eisenbahn.

Lionels Eltern können mit der Beraterin Susanna Landolt die aktuellsten Fragen und Erziehungs-Probleme besprechen. «Ich gehe regelmässig in die Beratung», sagt die junge Mutter.

Zuerst im Rhythmus von 14 Tagen, seit Lionel jährig ist, gehe sie noch jeden Monat einmal. Die regelmässigen Gespräche mit ihrer Beraterin drehten sich am Anfang um Ernährung, Entwicklung des Kindes.

Jetzt stellen Iwana und Sergio Perrez vermehrt Erziehungsfragen. Lionel ist das erste Kind der jungen Familie, da ist vieles neu. «Im Gespräch mit Frau Landolt erhalte ich Tipps», sagt Iwana Perrez, «sie gibt mir Sicherheit für meine Aufgabe als Mutter.»

Sergio Perrez ergänzt, dass er, sooft seine Arbeitszeit es zulasse, seine Frau begleite, «ich will als Vater aktiv teilnehmen und handeln.»

Ein Angebot der Gemeinden

Die Mütter- und Väterberatung des Bezirks Kulm hat im Beratungszentrum an der Kirchenbreitestrasse in Reinach im letzten Oktober neue Räume bezogen. Eine interne Rochade mit der Spitex-Organisation führte dazu.

Durch die gleiche Tür ist auch die Suchtberatungsstelle zu erreichen. Kürzlich fand ein Tag der offenen Tür statt.

Die Mütter- und Väterberatung hat in jedem Bezirk eine Geschäftsstelle. In Reinach empfangen die beiden Pflegefachfrauen und Beraterinnen Annelies Gaberell und Susanna Landolt die Mütter und Väter.

Die Gemeinden sind vom Gesundheitsgesetz her verpflichtet, für «die Beratung von Schwangeren und Müttern zu sorgen.» Mütterberatungsstellen gibt es im Aargau seit Jahrzehnten und hiess am Anfang Säuglingsfürsorge.

Heute richtet sie sich explizit auch an Väter. Die Gemeinden erteilen den Leistungsauftrag und finanzieren die Beratungsstelle. Für Eltern ist die Dienstleistung gratis.

Das Beratungsspektrum ist weit gespannt. «Es geht primär um die Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit und die Prävention bei Säuglingen und Kleinkindern», sagt Susanna Landolt.

Im Zentrum stehen Fragen der Eltern zur Gesundheit und Erziehung der Kinder. «Wichtig ist für uns, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und letztlich die Eigenkompetenz der Eltern zu stärken», so Landolt.

Verschiedene Beratungsarten

Die Beraterinnen empfangen die Mütter zu bestimmten Zeiten in allen Gemeinden des Bezirks. Auch Einzelsprechstunden sind möglich und die Säuglinge werden einmal von der Beraterin zu Hause besucht.

Jeden 3. Donnerstag im Monat findet in Reinach eine albanische Sprechstunde mit einer Übersetzerin statt. Die Beratungsstelle ist auch telefonisch erreichbar. In Reinach unter 062 771 63 30 und 062 771 63 13, im Internet mit der Adresse www.muetterberatung-aargau.ch.

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