Uerkheim
Einstiger Posthalter will in den Gemeinderat

Markus Bäni ist einziger Kandidat für die Gemeinderat-Ergänzungswahl am 14. Januar.

Flurina Dünki
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Markus Bäni.fba

Markus Bäni.fba

Fabio Baranzini

«Ich will einfach, dass wieder etwas Ruhe im Dorf einkehrt», nennt Markus Bäni (SP) den Grund seiner Kandidatur. Nach dem Hochwasser vom 8. Juli und der dadurch wiederaufgeflammten Hochwasserschutzdiskussion möchte er dazu beitragen, dass sich die Wogen glätten. Der 68-Jährige stellt sich als Einziger zur Gemeinderat-Ergänzungswahl am 14. Januar. Seit Markus Gabriel (SVP) im August kurzfristig seine Ammannkandidatur zurückzog, sucht das Dorf nach einem fünften Gemeinderatsmitglied. Der aktuelle Vize Herbert Räbmatter (parteilos) liess sich als Ammann aufstellen, Gemeinderat Peter Basler (parteilos) als Vizeammann. Beide wurden am 24. September in diese Ämter gewählt. Für den fünften Sitz meldete sich trotz mehreren angesetzten Fristen aber niemand, weshalb der Gemeinderat am 1. Januar als Vierer-Gremium in die neue Amtsperiode startet.

Erfahrung als Einwohnerrat

Mit Markus Bäni könnte nun ein dorfbekanntes Gesicht die Gemeindeexekutive komplettieren. 10 Jahre lang (bis 2011) führte er zusammen mit Ehefrau Jeannette die Uerkner Poststelle. Im Alter von 33 trat der gelernte Verkäufer 1982 seine Postlehre an und konnte 10 Jahre später die Leitung in Uerkheim übernehmen. Seine zwei Söhne sind leidenschaftliche Fussballer: Stefan Bäni trainiert die Junioren beim FC Sursee, Martin Bäni das Frauenteam des FC Derendingen.

Nachdem zwei Fristansetzungen ohne Anmeldungen verstrichen waren, habe er sich zur Gemeinderatskandidatur entschlossen, sagt er. Politik ist dem langjährigen SPler nicht fremd, sass er doch in früheren Jahren bereits in Aarburg und Oftringen im Einwohnerrat.

Den Stempel «Vollblutpolitiker» möchte sich Bäni aber nicht aufdrücken lassen. «Ich habe es nie goutiert, dass man gegen ein Geschäft ist, nur, weil es die andere Partei vorgeschlagen hat.» Im Gemeinderat, da müsse das Gremium zusammenarbeiten, Parteien spielten eine untergeordnete Rolle. Doch er wolle nicht reden, als ob er bereits zum Gremium gehöre: «Erst muss ich gewählt werden.»