Muhen
Einsprache gegen moderne Tierfabrik für 700 Schweine

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Gegen den Neubau auf der grünen Wiese regt sich Widerstand. Die Einwender befürchten Umweltverschmutzungen.

Gegen den Neubau auf der grünen Wiese regt sich Widerstand. Die Einwender befürchten Umweltverschmutzungen.

Pascal Meier

In Muhen soll eine zeitgemässe Schweinemast entstehen. Die Familie Lüscher will ihren Betrieb an der Suhrentalstrasse auf die gesetzlich erlaubte Maximalgrösse von 1500 Tieren erweitern. Für zwei Millionen Franken planen sie nördlich der bestehenden Anlage einen neuen Stall mit modernen Gehegen für 700 Schweine – was ihnen auch weiterhin die Vermarktung über das Label Coop-Naturafarm ermöglicht.

Nach Ablauf der Baugesuchsauflage ist gegen die Schweinemasterweiterung eine Einwendung eingegangen, wie die Gemeinde auf Anfrage sagt. Die Einwender würden übermässige Auswirkungen auf die Umwelt befürchten, so die Gemeinde. Die Eingabe sei der kantonalen Fachstelle zur Stellungnahme unterbreitet worden. Zu deren Inhalt will die Behörde wegen des laufenden Verfahrens keine Auskunft geben.

Die Familie Lüscher betreibt seit über 30 Jahren eine Schweinemast an der Suhrentalstrasse. Um wirtschaftlich zu überleben, will sie jetzt expandieren und die Produktion rationalisieren. Gleichzeitig wird garantiert, dass die neuesten Tierschutzvorschriften eingehalten werden. Das geplante, teilgedeckte Gebäude wird 45 Meter breit und rund 60 Meter lang – inklusive Vorbau für Futter- und Strohlager. Von aussen wirkt der U-förmige Stall geschlossen, der Auslauf für die Tiere befindet sich in einer Art Innenhof. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung wurde gemacht. Gegen die Geruchsemissionen wird eine moderne Lüftung, ein sogenannter Abluftwäscher installiert. (rap)