Uerkheim
Einer neuer Wendeplatz für den Bus ist auch für die Schulkinder gut

Mit der neuen Wendeschleife wird auch die Sicherheit auf dem Schulweg erhöht. Die Gemeindeversammlung wird heute Abend über den Kredit für den Wendeplatz abstimmen.

Christine Wullschleger
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In Uerkheim ist die alte Dorfstrasse einerseits Schulweg und dient andererseits dem Bus als Wendeschleife. Marina Bertoldi

In Uerkheim ist die alte Dorfstrasse einerseits Schulweg und dient andererseits dem Bus als Wendeschleife. Marina Bertoldi

Marina Bertoldi

Die Alte Dorfstrasse in Uerkheim ist eng und holprig, Trottoir gibt es keines. Sie dient vielen Kindern als Schulweg zum Schulhaus Hübeli oder zum Kindergarten. Nur wenige Autofahrer nutzen die alte Strasse, sie ist keine Durchgangsstrasse. Aber regelmässig fährt auf der schmalen Strasse ein Bus. Dieser verkehrt zwischen Zofingen und Schöftland und nutzt die Hübelistrasse und danach die Alte Dorfstrasse als Wendeschleife, bevor er bei der Haltestelle Post wartet.

Der neue Wendeplatz liegt zwischen der Hauptstrasse und der Alten Dorfstrasse.zvg/awa

Der neue Wendeplatz liegt zwischen der Hauptstrasse und der Alten Dorfstrasse.zvg/awa

Die Eltern sahen deshalb die Schulwegsicherheit in Gefahr. Sie meldeten sich beim Gemeinderat und baten ihn, für die Entschärfung der Situation eine Lösung zu suchen. Auch der Gemeinderat sah Handlungsbedarf und traktandierte einen Planungskredit für einen neuen Buswendeplatz an der Sommergmeind 2008. Damals schrieb er: «Die Abklärungen des Gemeinderates ergaben keine Hinweise auf Verkehrsübertretungen, hingegen zeigte sich klar, dass die schmale, nicht mit einem Fussgängerbereich versehene Strasse nicht für eine regelmässige Benützung durch den Schwerverkehr geeignet ist.» Grössere Unfälle hat es laut Gemeindeschreiber Hans Stadler auf der Wendeschleife nicht gegeben.

Anfang desselben Jahres stand auch eine Parzelle zwischen der Alten Dorfstrasse und der Hauptstrasse zum Verkauf. Sie zu bebauen war wegen ihrer Lage schwierig. Es zeigte sich aber, dass sie sich als Wendeplatz für den Bus eignen würde. Im Frühjahr 2008 kaufte die Gemeinde die Parzelle. Die Gemeindeversammlung stimmte danach auch einem Kredit von 15'000 Franken für die Planung des Wendeplatzes zu.

Jetzt ist die Planung fertig. Die Gemeindeversammlung wird heute Abend über den Kredit für den Wendeplatz abstimmen. Da das Projekt eine Kantonsstrasse tangiert, liegt die Zuständigkeit beim Kanton Aargau. Laut Botschaft hat sich die Abteilung Verkehr des Departements Bau, Verkehr und Umwelt zu verschiedenen Varianten geäussert. Fazit: «Die Schulwegsicherheit und damit die Verkehrssicherheit lassen sich am wirksamsten verbessern, wenn die Alte Dorfstrasse nicht mehr von Linienbussen befahren wird.»

Neuer Platz kostet 100'000 Franken

Das Budget: Steuerfuss bleibt bei 125 Prozent

Das Budget von Uerkheim basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 125 Prozent. Es weist einen Aufwandüberschuss von 79 600 Franken aus. Bereits für das Jahr 2015 wurde ein Verlust von 277 000 Franken budgetiert. «Aufgrund des hohen Investitionsbedarfs in den kommenden Jahren wird der Aufwand aus der betrieblichen Tätigkeit laufend bezüglich Dringlichkeit und Notwendigkeit überprüft und angepasst», heisst es in der Botschaft.

Das Projekt kostet gesamthaft 209 000 Franken, 64 Prozent davon wird der Kanton übernehmen. Die Gemeinde muss somit noch 75 000 Franken bezahlen. Nicht in diesen Kosten enthalten sind die Baukosten für Beleuchtung, Velounterstand und Parkplätze, diese betragen insgesamt 25 000 Franken. Deshalb ist an der Gemeindeversammlung ein Verpflichtungskredit von 100 000 Franken beantragt. Für Hans Stadler ist klar: «Der neue Buswendeplatz ist sicherlich eine Aufwertung für das ganze Dorf.»

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