Reinach

Eine Schachtel gefüllt mit Fotografien von «Alt-Reinach»

Die Valiant Bank Reinach schenkt dem Museum Schneggli eine historische Foto-Sammlung. Bis vor kurzem waren die Bilder in Bern im Zentralarchive gelagert gewesen. Jetzt kehren sie nach Reinach zurück.

Mit einer grossen Geschenkschachtel in den Armen erwartete Thomas Bolli, Regionenleiter der Valiant Bank in Reinach, Ursula Rüesch und Margrit Gautschi von der Vereinigung Museum Schneggli. Der Inhalt der Schachtel: Über 600 historische Fotografien von «Alt-Reinach» aus den Jahren 1890 bis 1950.

1983 waren diese Bilder an der ersten Wyna-Expo der Öffentlichkeit gezeigt worden. Es handelt sich dabei um Landschafsbilder, Luftaufnahmen und verschiedenen Ansichten von Gebäuden und Plätzen. Selbst das Bild von der letzten Fahrt der Wynental-Postkutsche aus dem Jahr 1904 fehlt nicht. Oder die Fotografien, welche die grossen Überschwemmungen von 1912 und 1930 dokumentieren.

«Die damalige Bank in Reinach hatte die Sammlung gekauft, um sie als Kulturgut zu erhalten», erklärte Bolli. Die Fotografien im Archiv der Bank versorgt worden. Bei der Fusion mit der Valiant Bank wurde die Sammlung ins Zentralarchiv nach Bern transportiert.

Jetzt wolle die Valiant die Bilder dem Museum überlassen, im Sinne ihres Kulturengagements.

Ursula Rüesch verdankte das Geschenk und erzählte, dass das Museum bereits einen Teil der Bilder in Form von Kopien besitze. «Zum Glück waren die Originale 1999, als das Museum Schneggli ausbrannte, noch im sicheren Tresor der Bank aufbewahrt», sagte Rüesch. Zwar wurden die Kopien zum Teil gerettet und wieder hergestellt, aber die Qualität der Originale sei doch viel besser.

Das Gemeindearchiv, der sichere Ort

Die Bilder würden im neuen Archiv der Gemeinde eingelagert, erklärte Rüesch, «dieses ist jetzt nach der letzten Sanierung wasserdicht gebaut.»

Wie ein erster Griff in die grossen Briefumschläge zeigte, liegen zu den Vergrösserungen in den Formaten 18x24 und 24x30 Zentimeter auch die Negative vor. Und zu jedem Couvert gehört ein Kontaktabzug, der eine Übersicht über den Inhalt erlaubt. Auf den wenigsten Bildern ist auf der Rückseite eine Legende zum Bildinhalt vorhanden.

Ursula Rüesch erklärte, dass sie bereits mit dem Ur-Reinacher Jakob Merz viele Kopien genau datiert und kommentiert habe. «Dabei hat Merz in seiner Mundart die jeweiligen Legenden auf Band gesprochen.» Merz habe noch viele Ansichten genau einordnen können. Fürs Museum werde es jetzt darum gehen, die Bilder genau zu katalogisieren und zu digitalisieren, um sie der Nachwelt auch in dieser Form zu erhalten.

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