Attelwil
Eine gezielte Sanierung muss für die Entwässerungsanlage her

Im Zusammenhang mit der «Vorplanung Melioration Suhrental» wurde auch der Zustand der Entwässerungsanlage in der Suhre-Ebene ermittelt. 70 Personen nahmen am Anlass teil und hörten Geologe Urs Müller zu.

Raphael Nadler
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Josef Amsler, Projektleiter
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Eine gezielte Sanierung muss her für die Entwässerungsanlage
Attelwil: 70 Personen nahmen am Anlass über die Zustandserhebung der Entwässerungsanlage in der Suhre-Ebene teil.
Eine gezielte Sanierung muss her für die Entwässerungsanlage
Eine gezielte Sanierung muss her für die Entwässerungsanlage
Eine gezielte Sanierung muss her für die Entwässerungsanlage
Eine gezielte Sanierung muss her für die Entwässerungsanlage

Josef Amsler, Projektleiter

Raphael Nadler

Die Resultate der Erhebungen wurden am Montag den Grundeigentümern und der interessierten Bevölkerung der vier involvierten Gemeinden Reitnau, Attelwil, Moosleerau und Staffelbach vorgestellt.

Das Hauptproblem für die Entwässerung des landwirtschaftlichen Bodens in der Suhre-Ebene liegt einerseits beim schweren und damit beschränkt durchlässigen Boden und andererseits beim Unterhalt der in den 20er-Jahren verlegten Drainagen. «Qualitativ sind die Tonrohre der alten Anlage tadellos», sagt Geologe Urs Müller, der für die Bestandesaufnahme beigezogen wurde.

Negative Auswirkungen auf die Entwässerungswirkung der Drainagenflächen haben laut dem Geologen aber die schlecht durchlässigen Schichten, die das Eindringen des Niederschlagwassers behindern und die teilweise erheblich einstauende Suhre. «Es wird deshalb eine gezielte Sanierung mittels kombinierten Drainagen aus Rohr- und Schlitzdrainagen empfohlen», sagt Urs Müller.

Massnahmen müssen greifen

Die Beurteilung der Abteilungen musste unter dem Aspekt erfolgen, dass viele der kontrollierten Leitungsabschnitte entweder von der Suhre her teilweise eingestaut sind oder aber viel Quellwasser führen.

Hinzu kommen Kiesablagerungen und Verkalkungen, welche die Kanal-TV-Aufnahmen teilweise einschränkten oder gar verunmöglichten. «Das Problem beim stehenden Wasser liegt oftmals im Bereich von Kontrollschächten, die sich im Vergleich zu den Leitungen unterschiedlich gesetzt haben», sagt Josef Amsler, Projektleiter Vorplanung Melioration Suhrental der Flury Ingenieur Geometer AG.

«Der Zustand der Leitungen ist ein wichtiger Bestandteil, was die Entwässerung des Landes betrifft», sagt Amsler. Er rät darum: «Wenn Massnahmen ergriffen werden, dann sollen diese die Funktionalität für die kommenden 30 bis 50 Jahre sicherstellen.»

Für Max Hauri, Gemeindeammann aus Staffelbach und Teilnehmer des Infoanlasses, ist es wichtig, dass die Anlage wieder instand gestellt wird. «Losgelöst von diesem Projekt würde niemand etwas machen», ist er überzeugt. Er wünscht sich deshalb «alles, nur keine Pflästerlipolitik, denn das führt zu keiner wirklichen Lösung des Problems.»

Kosten betragen 3,5 Mio. Franken

Der Wiederbeschaffungswert für die bestehende Entwässerungsanlage innerhalb der Suhre-Ebene (ca. 350 ha entwässerte Fläche) beträgt rund 10 Mio. Franken.

Kosten

Die Unterhalts- und Erneuerungs- resp. Ersatzkosten der heutigen Entwässerungsanlage belaufen sich auf rund 3,5 Mio. Franken.

Dieser Betrag würde bei einer Umsetzung etwa wie folgt verteilt:

Bund 1,3 Mio

Kanton 1,2 Mio.

Gemeinden 0,8 Mio.

Eigentümer 0,2 Mio.

Eine umfassende Orientierung zur Vorplanung Melioration Suhrental findet am Freitag, 2. Mai, 20 Uhr, in der Mehrzweckhalle in Staffelbach statt.

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