Hirschthal

Eine Fotovoltaikanlage auf dem Werkhof: Die Gemeinde will künftig auf Energie aus der Sonne setzen

Eine Fotovoltaikanlage. Symbolbild

Eine Fotovoltaikanlage. Symbolbild

Die Hirschthaler Gmeind entscheidet über eine Fotovoltaikanlage beim Werkhof. Der Steuerfuss wird nicht angehoben.

Als letzte Gemeinde in der AZ-Region Aargau-West führt Hirschthal heute Abend ihre Gemeindeversammlung durch. Wichtigstes Traktandum nebst dem Budget 2020 ist eine Fotovoltaikanlage, die der Gemeinderat in beispielhafter Manier aus einer Bürgermotion heraus umgesetzt hat.

Vor weniger als einem Jahr hatten mehrere Einwohnende den Gemeinderat schriftlich darum gebeten, solche Anlagen beim Werkhof oder einer anderen Liegenschaft der Gemeinde zu prüfen. Nun sollen die Dachflächen des Werkhofs komplett mit Fotovoltaik-Modulen belegt werden.

Die geplante Anlage würde Strom für rund 25 Haushalte herstellen. Verwendet werden soll die Energie der Anlage vorab für das Werkhofgebäude selber, der Überschuss wird ins Netz der Eniwa gespiesen und von dieser vergütet.

160'000 Franken kostet die Anlage, wovon 38000 Franken von externen Fördergeldern getragen würden. Berechnet auf eine Lebensdauer von 25 Jahren dürfte die Gemeinde dank der neuen Anlage jedes Jahr rund 8000 Franken an Energiekosten sparen. In rund 20 Jahren soll die Anlage amortisiert sein.

Im gleichen Kreditbegehren hat der Gemeinderat auch den Ersatz der veralteten Ölheizung im Werkhofgebäude durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für 62'000 Franken miteingebunden. Insgesamt beantragt er an der Gmeind 222'000 Franken.

Der Steuerfuss könnte ab 2025 gesenkt werden

Für das Budget 2020 will der Gemeinderat den Steuerfuss unverändert auf 105 Prozent belassen. Dadurch resultiert ein Minus von 57010 Franken. Die Gemeinde erwartet nur leicht höhere Steuereinnahmen fürs nächste Jahr, auch weil die Bevölkerung nur wenig wachsen dürfte.

Weil Hirschthal über eher vermögende Steuerzahler verfügt, wird die Gemeinde künftig leicht mehr in den kantonalen Finanzausgleichsfonds einzahlen. Der Gemeinderat geht davon aus, dass diese Abgabe auch in den folgenden Jahren ansteigen wird.

Die Gemeinde finanziert ihre Ausgaben derzeit zu 21 Prozent selber. Dies gilt als tief. Auch verglichen mit den Nachbargemeinden steht Hirschthal nicht besonders gut da: Muhen hat zwar derzeit einen Selbstfinanzierungsgrad von noch tieferen 12 Prozent, Schöftland hingegen einen von 64 Prozent.

Grosse Schwankungen Jahr für Jahr sind nicht ungewöhnlich. In den nächsten Jahren soll sich dieser Wert denn auch stark verbessern: Fürs Jahr 2024 geht die Gemeinde von einem Selbstfinanzierungsgrad von sehr hohen 172 Prozent aus. Der Steuerfuss soll bis dann gleich bleiben. Damit werden in den nächsten fünf Jahren rund 800'000 Franken Schulden abgebaut.

Nach 2025 geht der Gemeinderat sogar von einer Senkung des Steuerfusses aus. Bis dann werden nämlich alle grossen Investitionen getätigt worden sein, schreibt der Gemeinderat in den Ausführungen zum Budget.

ARA Region Schöftland steht vor Sanierung

Die Schaltanlagen der ARA Region Schöftland müssen saniert werden. Über eine Million Franken kostet das Vorhaben; der Anteil von Hirschthal beträgt 160'247 Franken. Die Gmeind muss diesen noch bestätigen.

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