Ein oberirdischer Fussgängerstreifen, eine Überführung, eine rollstuhlgängige Unterführung, ein Kreisel: Etwa 20 Jahre lang haben die Teufenthaler darüber gehirnt und gestritten, wie sie die Knoten bei der «Herberge» (Wynental-/ Dorfstrasse) sanieren könnten. Als dann der Kanton richtig Druck machte, fand sich eine Lösung. «Das Projekt war etwas eine Zangengeburt», erklärte gestern Regierungsrat Stephan Attiger. Der Aufmarsch an lokaler und regionaler Polit-Prominenz am Spatenstich war gross. Teufenthals Gemeindeammann Urs Lehner liess nicht nur die lange Leidensgeschichte des Vorhabens Revue passieren, er betonte auch die grosse Bedeutung des Baus – ist der Kreisel einmal fertig, will man die Frage der Erschliessung des ehemaligen «Injecta»-Areals angehen. Es liegt auf Unterkulmer Boden.

Der Umbau des Knoten Bahnhof dauerte bis im Sommer des kommenden Jahres. Der Stau-Stress für die Automobilisten soll sich in Grenzen halten. Der Verkehr werde während des Baus fast ohne Lichtsignalanlage gesteuert, schreibt der Kanton in einer Medienmitteilung. Der Knoten wird während der ersten Bauphase auf die Parzelle des alten, abgebrochenen Postgebäudes verschoben.

Der Bau des Kreisels, die Umgestaltung der Einmündung Schmittengasse (nördlich der «Herberge») und die Anpassung der Bahnübergänge werden rund 8,1 Millionen Franken kosten. Daran hat die Gemeinde Teufenthal 2,1 Millionen beizutragen. Aargau Verkehr (AVA) übernimmt 0,8 Millionen Franken.

In Suhr geht es voran

Die grösste Strassenbaustelle im Suhren-/Wynental befindet sich in Suhr. Die Arbeiter kommen gut voran, der Abschluss ist Mai/Juni geplant – je nach Wetter. Vorangetrieben wird die Planung der Umfahrung Suhr (VERAS). «Da haben wir grossen Handlungsbedarf», erklärte Baudirektor Attiger. Im März will der Kanton auch verraten, wie es in Unterkulm mit der WSB-Sanierung weitergehen soll (Tunnel?).