Seit gestern ist sie wieder offen: die Kantonsstrasse (K 332) zwischen Gontenschwil und Zetzwil. Während das Strassensanierungsprojekt eine Vorlaufzeit von über zwei Jahrzehnten benötigte, wurde es heuer schliesslich innert Rekordzeit von vier Monaten umgesetzt. Die Strasse ist wieder befahrbar, die Arbeiten werden bis Oktober vollständig abgeschlossen sein.

Eine sichere Verbindung muss her

Besonders freuen kann sich darüber Grossrat Rolf Haller (48, EDU) aus Zetzwil. Er hat massgeblich dazu beigetragen, dass die Verbindungsstrasse nun saniert und mit Gehweg und Velostreifen ausgebaut wurde. Nachdem die Zetzwiler Gemeindeversammlung im Sommer 2014 den 1991 bewilligten Kredit für die Sanierung und Ausbau der Gontenschwilerstrasse mit einem Gehweg abschloss, wurde er stutzig. «Ausser spärlich wiederkehrenden Flickarbeiten wurde nichts gemacht an dieser Strasse», sagt Haller. Und so reichte der Grossrat im August 2014 einen Vorstoss ein, um vom Regierungsrat zu erfahren, warum es mit der K 332 nicht vorwärtsgeht. «Mein Hauptanliegen war, dass für die Schüler so schnell wie möglich eine sichere Verbindung zwischen den beiden Dörfern besteht», sagt der Grossrat rückblickend. Aber auch für Fussgänger, die nachts nicht durchs unbeleuchtete Moos gehen wollten, sei es höchste Zeit gewesen, ein Trottoir zu bauen. Zudem bat Haller den Regierungsrat, zu prüfen, ob die Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 60 Stundenkilometer reduziert werden kann. «Auf dieser unübersichtlichen Strasse, wäre eine Temporeduktion aus Sicherheitsgründen angezeigt», ist Haller überzeugt.

Hallers Vorstoss zeigte Wirkung. Zwar war dem Regierungsrat bis dato bewusst, dass ein Handlungsbedarf besteht. Er führte in seiner Antwort auch aus, dass bereits erste Gespräche mit den Gemeinden stattfanden. Und: «Die Ausarbeitung des neuen Projekts wird unverzüglich ausgelöst mit dem Ziel, dass die Gemeinden im Jahr 2015 die erforderlichen Projekt- und Finanzierungsbeschlüsse fassen können», hiess es in der kantonalen Antwort. Bis die Gemeinden darüber befanden, wurde es zwar 2016, also ein Jahr später. Trotzdem sollte der Kanton mit seiner Prognose – Realisierung 2018 – recht behalten. Und dies obwohl der Baustart um ein ganzes Jahr verschoben werden musste. Schuld daran war die zeitliche Kollision mit einem Bauvorhaben an der Kantonsstrasse zwischen Zetzwil und Leimbach sowie die Laich- und Brutzeit der Forellen in der Wyna, die wegen des Brückenabrisses und -neubaus gestört worden wäre.

«Ich freue mich»

Dank der viermonatigen Vollsperrung und den günstigen Wetterbedingungen kommt das 4,6-Millionen-Projekt nun also zum Abschluss. Die über 80-jährige Brücke wurde ersetzt, die Strasse verbreitert und ein durchgehender Gehweg mit dynamischer Beleuchtung angelegt..

Und was meint der Aargauer Grossrat dazu? «Das Resultat ist gelungen, die Strasse wirkt übersichtlicher, heller – schön, ich freue mich.» Einziger Wermutstropfen für Haller: Die Temporeduktion auf 60 Stundenkilometer wurde nicht umgesetzt, anscheinend sei die Strasse übersichtlich genug. «Durch die verbreiterte Strasse ist die Gefahr immerhin wesentlich kleiner geworden als früher», sagt Haller.