Das Projekt ist damit ins Stocken geraten, aber nicht beerdigt. Mit einer Orientierungsveranstaltung am 13. August will der Schlossrueder Gemeinderat nun alle Fragen beantworten und die letzten Zweifel beseitigen. Damit soll der Weg einem Ja an der Wintergmeind im November geebnet werden.

Informationen fehlten

«Wir gehen davon aus, dass das Fusionsprojekt diesmal durchgeht», sagt Gemeindeammann Martin Goldenberger.

Die Voraussetzungen im ersten Durchgang seien schlecht gewesen. Aufgrund eines Wechsels im Gemeinderat und im zuständigen Ressort sei man an der Gemeindeversammlung überfragt gewesen und habe nur unzureichend Auskunft geben können. «Drei Kritikpunkte machten den Ausschlag», sagt der Gemeindeammann.

Argwöhnisch wurde bemängelt, dass das Budget der ZSO nicht abgegeben wurde. Zudem war das Budget der RFO nicht aufgeführt, was für Unverständnis sorgte. Auch wurde bemängelt, dass in den Statuten nicht geregelt ist, dass alle Gemeinden der ZSO einen Vertreter stellen können.

«Dies ist aber nicht vorgesehen», sagt Goldenberger, auch bis anhin sei dies nicht so geregelt gewesen.

Die Fragen der skeptischen Bürger wurden an die ZSO Suhrental weitergegeben. Am 13. August sollen diese mit der Unterstützung des Präsidenten der Regionalen Bevölkerungsschutz-Kommission Suhrental Peter Hochuli beantwortet werden.

«Wir werden das neue Budget mit dem aktuellen vergleichen», sagt Goldenberger, «und aufzeigen, dass es eindeutig günstiger kommt.»

Planung der Fusion geht weiter

Die Präsidenten der beiden ZSO hatten Schlossrued eine ausserordentliche Gemeindeversammlung vorgeschlagen. «Je eher der Entscheid, umso besser für die Projektplanung», sagt Hochuli. Doch die Umsetzung des Zusammenschlusses per Januar 2014 läuft ohnehin weiter.

Zu wenig Zeit bliebe, würde man die Wintergmeind abwarten. «Wir sind aber zuversichtlich, dass unsere Argumente die Schlossrueder umstimmen werden.» Der Infoabend mache durchaus Sinn, sagt Hochuli, für eine ausserordentliche Gemeindeversammlung sei das Interesse am Zivilschutz zu gering.

Das sieht auch Gemeindeammann Goldenberger so. «Der Entscheid hätte eine zu schwache Basis», erklärt er, zudem sei der Aufwand einzig wegen der ZSO-Fusion viel zu gross.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 13. August, um 19 Uhr in der Aula des Schulhauses statt. Um 20 Uhr informiert der Gemeinderat zudem über die Anpassung der Schuttzone im Kirchrued. Der 20-jährige Schutzzonenplan musste wegen des seit 2011 gültigen neuen Gewässerschutzgesetztes überprüft und angepasst werden.