Buchvernissage

«Ein markanter Fund im Paradies»: Vom abgeschnittenen Ohr im Wynental

Buchautor Hans Schaub stellt am 21. Februar seinen zweiten Kriminalroman in Menziken vor. Archiv

Buchautor Hans Schaub stellt am 21. Februar seinen zweiten Kriminalroman in Menziken vor. Archiv

In Hans Schaubs zweitem Krimi wird ein Paar wegen eines makabren Funds aus dem Siphon unschuldig verdächtigt. Es ist Schaubs viertes Buch. Am 21. Februar stellt er sein neustes Werk im Huus 74 in Menziken vor.

Luigi Nardo und seine Frau Denise wohnen seit einem Monat im Neubau «im Paradies». Das Wasser im Ablauf der Dusche fliesst nur langsam ab, Luigi meldet dies der Vermieterin. Der dazu gerufene Fachmann fischt ein menschliches Ohr aus dem Siphon. Dieses Szenario ist glücklicherweise Fiktion. Es stammt aus der Feder des Wynentaler Autors Hans Schaub und heisst «Ein markanter Fund im Paradies». Es ist wie Schaubs «Bigler und der Franzose» ein Kriminalroman, und die Ereignisse spielen sich wieder im Wynental ab.

Zu schnelle Schlüsse

Die Polizei wird gerufen und Wachtmeister Heierle verdächtigt wegen des italienisch klingenden Namens sofort den Finder und vermutet einen Zusammenhang mit der Mafia. Während der Ermittlungen bleibt er auf seiner vorgefassten Schiene. Auch in den Medien wird der Fund prominent thematisiert und mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung gebracht. Für Luigi und seine Frau wird es immer ungemütlicher.

Hans Schaub, 74, lebt seit 10 Jahren in Menziken. Der frühere Unternehmer schrieb in dieser Zeit bereits drei Romane. Sein viertes und neustes Werk stellt er am 21. Februar um 19 Uhr im Huus 74 in Menziken vor. Der Autor liest aus dem Werk und erzählt von den Hintergründen, die ihn zur Geschichte inspirierten. Nachdem in seinen früheren Romanen der Missbrauch von jungen Frauen im Zentrum stand, beschäftigt sich Schaub in seinem neuen Krimi mit Menschen, die unschuldig in die Mühlen der Justiz geraten. Dem Buch liegen gesellschaftspolitische Aspekte zugrunde, die der Menziker Schriftsteller anhand einer fiktiven Geschichte thematisiert.

So erzählt Schaub von Vorurteilen, der Sensationspresse und Immobiliengesellschaften. Dabei zeigt er auf, wie Menschen wegen Namen oder Herkunft vorverurteilt werden. Er führt dem Leser vor Augen, wie die Person und ihr Umfeld zu Gejagten werden und Leser-Reporter sich hemmungslos in ihre Privatsphäre einnisten. Im Verlauf der Geschichte gerät das Umfeld einer Immobiliengesellschaft immer mehr ins Visier der Ermittlungen, und dem Leser werden die undurchsichtigen Machenschaften von Immobilienfirmen aufgezeigt.

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Autor

Kim Barbara Wyttenbach

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