Kulm
Ein Gspüri für die Wahrheit: Regula Kiechle kandidiert als Bezirksrichterin

Die FDP Kulm empfiehlt Regula Kiechle zur Wahl als Bezirksrichterin. Kiechle hat jahrelange Führungserfahrung. Die Richtertätigkeit liegt ihr aus familiären Gründen nah –die Grossväter waren Friedensrichter. Bekannt ist Kiechle auch als Jodlerin.

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Regula Kiechle ist die Kandidatin der FDP für das Bezirksrichteramt in Kulm.

Regula Kiechle ist die Kandidatin der FDP für das Bezirksrichteramt in Kulm.

Die Liberalen empfehlen Regula Kiechle (45) zur Wahl, weil sie «wegen ihrer beruflichen Erfahrung, ihrer Persönlichkeit sowie ihrer Grundhaltung, eine ideale Kandidatin für das Richteramt ist.» Sie selber sagt über sich, dass sich ihre Fähigkeit für dieses Amt auch in ihrer Arbeit im forensischen Bereich der Psychiatrie zeigte, wo sie mit hoher Trefferquote Handeln und Glaubwürdigkeit von Menschen gezielt analysierte und auf den Punkt brachte. «Diese Erfahrung hat mich darin bestätigt, dass ich beim Bezirksgericht als Laienrichterin etwas leisten kann und will», sagt Regula Kiechle.

Kiechle ist im Bezirk Kulm wie auch im Aargau kein unbeschriebenes Blatt: In Königsfelden leitete sie während sieben Jahren den Pflege- und therapeutischen Dienst der psychiatrischen Dienste Aargau mit 440 Mitarbeitenden, in Leuggern, auf der Barmelweid und im Luzerner Kantonsspital hatte sie zuvor schon leitende Funktionen wahrgenommen.

Die Liste ihrer Ausbildungen ist lang: Auf eine KV-Lehre folgte die Ausbildung zur Pflegefachfrau, komplettiert durch Weiterbildungen zur Stationsleiterin, Ausbildnerin, Prüfungsexpertin; dazwischen die Bäuerinnenschule; und schliesslich einen Master of Advanced Studies für Management im Gesundheits- und Sozialbereich. Aktuell absolviert Kiechle einen Finanzmanagement-Lehrgang an der HSG St. Gallen.

Im Ruedertal aufgewachsen

Zurzeit arbeitet Kiechle im Projektteam des Gemeindeverbandes «aargau-Süd impuls» zur Umsetzung des neuen Pflegegesetzes mit. Regional ist die 45-Jährige durch ihre Auftritte als Solo- und Club-Jodlerin vor allem Volksmusik-Liebhabern bekannt.

Regula Kiechle wohnt heute mit ihrem Ehemann Franz in Unterkulm, aufgewachsen ist sie als Jüngstes von sieben Geschwistern im Ruedertal. Eine Affinität für die Richtertätigkeit habe sie auch aus familiären Gründen. Ihre beide Grossväter waren Friedensrichter – und schon als Kind habe es Kiechle fasziniert, wie sie es geschafft hätten, Streitigkeiten zu schlichten und Urteile zu fällen. Vielleicht auch darum hat sie nach eigenen Angaben ein Gspüri für Menschen und die Wahrheit und ein Musikgehör für schiefe Töne wie auch für Harmonien.

Am Bezirksgericht Kulm sind zwei Sitze neu zu besetzen: Rolf Haller wechselt in den Grossen Rat und Ruth Wächter hat demissioniert. Die Abstimmung findet am 3. März statt. (az/psi)