Reinach

Ein Eishockeyfest im Spätsommer: Die Kloten Flyers spielen in Reinach

Peter Küng, Betriebsleiter der Eishalle Reinach und NLA-Schiedsrichter, bereitet das Tor vor für das Testspiel der Kloten Flyers und BK Roegle.

Peter Küng, Betriebsleiter der Eishalle Reinach und NLA-Schiedsrichter, bereitet das Tor vor für das Testspiel der Kloten Flyers und BK Roegle.

Auf Initiative der Betriebsgenossenschaft der Kunsteisbahn Oberwynental findet heute Abend in Reinach erstmals seit vielen Jahren wieder ein Vorbereitungsspiel zweier Profi-Eishockeyteams statt: Die Kloten Flyers treffen auf Rögle BK.

Von der Badi direkt in den Kühlschrank: Auf Initiative der Betriebsgenossenschaft der Kunsteisbahn Oberwynental findet heute Abend in Reinach erstmals seit vielen Jahren wieder ein Vorbereitungsspiel zweier Profi-Eishockeyteams statt. Um 19 Uhr kreuzen die Kloten Flyers und die Schweden von Rögle BK die Stöcke.

«Wir haben keine Ahnung, was uns erwartet. Auf jeden Fall hoffen wir auf ein Wynentaler Eishockeyfest», sagt Peter Küng, Betriebsleiter der Reinacher Eishalle und aktiver NLA-Schiedsrichter.

Der SC Reinach als Heimklub stellt rund 20 Personen für die verschiedensten Arbeiten ab. Ein wesentlicher Teil des Mehraufwandes gegenüber anderen Spielen ist im grösseren Publikumsaufmarsch begründet. «Wir hoffen auf 600 Zuschauer», so Küng, «damit kämen wir finanziell über die Runden.» Normalerweise seien es im Schnitt 150 bis 200 Besucher pro Spiel.

Dass den Wynentaler Sportfans ein internationales Eishockeyspiel geboten wird, ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass die vor über 30 Jahren in Betrieb genommene Eishalle 2014 umfassend saniert wurde.

«Bevor wir das neue Sicherheitsglas an den Banden hatten, wäre eine solche Partie niemals zur Debatte gestanden», so Küng. Nach der Runderneuerung der Anlage liess er seine Kontakte spielen und setzte sich mit einer Agentur, die Profiteams für Testspiele vermittelt, an einen Tisch. Diese Agentur ist es denn auch, die das finanzielle Risiko trägt; die Kosten für den Anlass liegen gemäss Küng in der Grössenordnung um die 10 000 Franken.

Festbänke für die Sonnenanbeter

Dass das schöne und warme Wetter viele Leute vom Gang in eine kalte Eishalle abhalten könnte, glaubt Küng nicht. Die Eishockeyfans sind sich schliesslich an die Kälte gewöhnt.

Zudem: Um den Sonnenanbetern unter den Zuschauern entgegenzukommen, stellt man draussen vor der Halle Festbänke auf. Küng schmunzelt: «Wir hoffen auf Betrieb auch in der Festwirtschaft.» Damit der Verkehr nicht kollabiert, wird heute um die Eishalle nur in einer Richtung gefahren.

Wer sich von den Akteuren der beiden Teams ein Autogramm holen oder mit einem Star ein Selfie schiessen möchte, tut dies am besten vor oder gleich nach dem Spiel.

Denn sowohl die Zürcher als auch die Schweden fahren noch in der Nacht wieder in ihren Cars aus dem Wynental weg. Übernachten also nicht in der Region in einem Hotel, wo ihnen die Autogrammjäger auflauern könnten.

Betriebsleiter Küng kann sich durchaus vorstellen, dass der heutige Event nicht der letzte dieser Art sein wird. «Es ist denkbar, dass wir jedes Jahr ein solches Spiel in Reinach durchführen.»

Möglich sei auch, so Küng weiter, dass in mittlerer Zukunft Profiteams im Wynental ein Trainingslager abhalten. Doch zuerst einmal will er mit seiner Crew das heutige Spiel reibungslos über die Bühne bringen. Als Schiedsrichter dürfte er so leicht nicht die Ruhe verlieren.

Entspannt blickt auch Stefan Frank dem Event entgegen. «Ich hoffe auf eine volle Halle», sagt der neue Vereinspräsident des SC Reinach und freut sich auf den Eishockey-Abend. Die Arbeit dürfte ihm wie seinen Vereinskollegen nicht ausgehen.

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