Uerkheim
Ein Bagger und viel Holz sollen einen weiteren Hangrutsch vermeiden

Mit einem Schreitbagger und 70 Kubikmeter Holz wird der Hang oberhalb der alten Hinterwilerstrasse gesichert.

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Hansruedi Fischer ist zufrieden mit den laufenden Sanierungsarbeiten.

Hansruedi Fischer ist zufrieden mit den laufenden Sanierungsarbeiten.

Tiz

Es war Juli 2011, als ein gewaltiger Gewittersturm übers Uerkental zog. Ein Waldstück oberhalb der alten Hinterwilerstrasse wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Im Winter 2012 wurde dieses Waldstück, das sich in einem desolaten Zustand befand, geräumt und neu bepflanzt. Doch bereits am 1. Mai 2015 folgte das nächste Unwetter. Nach intensiven Regenfällen löste sich ein Teil des Hanges und verschüttete die Alte Hinterwilerstrasse gleich meterhoch. Laut dem Förster Hansruedi Fischer donnerten damals rund 300 Kubikmeter Erdreich den Hang bis in den Hinterwilerbach hinunter. Im August 2015 konnte die Strasse geräumt und wieder passierbar gemacht werden.

Im Auftrag der vier durch den Erdrutsch geschädigten Parteien wurde durch den Förster der Staatsforstbetriebe Baan und der Ortsbürgergemeinde ein Konzept zur Sanierung des Hanges ausgearbeitet.

Planung und Sanierung

Die guten Wetterprognosen ermöglichten nun, die heiklen Erdarbeiten im steilen Gelände in Angriff zu nehmen. Gut 70 Kubikmeter Weisstannenstämme, 8 bis 12 Meter lang, werden im Moment mit einem Schreitbagger der Firma Gebrüder Straumann Trimbach zu einem Holzkasten in den Hang eingearbeitet. Mit 14 Millimeter starken Betoneisen werden die Stämme vernagelt und mit dem mühsam den Hang empor geschleppten Rutschmaterial wieder aufgefüllt.

Die Arbeiten gestalten sich durch die beengten Platzverhältnisse und einem nur bei absoluter Trockenheit befahrbaren Gelände sehr schwierig. Hansruedi Fischer sagt dazu: «Durch das Wetterglück und das Können des Baggerfahrers David Straumann kommen wir erstaunlich gut voran. Wichtig ist, dass es trocken bleibt, ansonsten müssten die Arbeiten sofort eingestellt werden.» Die entstehenden Kosten von rund 45 000 Franken müssen durch die Ortsbürgergemeinde und den Landbesitzer Thomas Wyss aufgebracht werden. (Tiz)