Reinach
Ein Altersheimprojekt im Lenz sieht mehr Pflegeplätze vor

Die Wynablick AG plant im Lenz ein Alters- und Pflegeheim mit 26 Plätzen. Im Oberwynental bestehe ein grosser Bedarf an Heim- und Pflegeplätzen, erklären die Verantwortlichen. Alle bestehenden Einrichtungen sind voll ausgelastet.

Peter Siegrist
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So soll das neue Gebäude aussehen.

So soll das neue Gebäude aussehen.

zvg

Im Lenz, ausgangs Reinach, an der Ortsverbindungsstrasse nach Gontenschwil, stehen Bauprofile für ein Alters- und Pflegeheim mit 26 Plätzen. Initiantin ist die Wynablick AG, eine private Aktiengesellschaft, die von Heinz Gloor geleitet wird. «Wir haben für eine Investition etwas im Immobilienbereich gesucht, das eine soziale Komponente enthält.»

Hier soll das neue Altersheim zu stehen kommen.

Hier soll das neue Altersheim zu stehen kommen.

zvg

Bei ersten Umfragen bei der Gemeinde Reinach und dem Gemeindeverband aargauSüd impuls sei ihm bestätigt worden, dass im Oberwynental ein grosser Bedarf an Heim- und Pflegeplätzen bestehe. Die Altersheime Sonnenberg in Reinach, der Falkenstein in Menziken und die Geriatrieabteilung im Asana-Spital seien alle ausgelastet, es bestünden Wartelisten.

Abklärung mit Kanton

Der Platzbedarf habe ihn bestärkt, dieses Projekt weiterzuverfolgen, sagt Gloor. AargauSüd impuls weise im neuen Altersleitbild in der «Prognose zusätzlicher Bedarf Pflegeplätze» aus, dass in der Region bereits heute 26 Plätze fehlten. Im Jahr 2015 betrage das Minus schon 64 Plätze. Nebst aargauSüd begrüsst auch die Gemeinde Reinach dieses Projekt. Gemeindeammann Martin Heiz: «Wir haben von der Bedürfnisabklärung her das OK gegeben und stehen dem positiv gegenüber.»

Die Wynablick AG hat bereits mit dem Kanton Vorabklärungen getroffen und den Bedarf bestätigt bekommen. «Das wiederum bedeutet, dass die Chancen für unser Projekt intakt sind, um als Leistungserbringer auf die kantonale Heimliste gesetzt zu werden», erklärt Gloor.

Dreigeschossiger Bau geplant

Das Baugelände im Lenz liegt am Hang. «Eine ruhige Lage mit Blick ins Tal», sagt Gloor. Für ein Pflegeheim sei die Lage am Dorfrand nicht von Nachteil, sagt Gloor. «Das wäre bei Alterswohnungen anders.» Geplant ist ein dreigeschossiger Bau von 40 Metern Länge und der Höhe eines Einfamilienhauses. Die 26 Plätze verteilen sich auf 18 Einzelzimmer und 4 Doppelzimmer. Die Geschosse sind von einem zentralen Treppenhaus mit Lifts erschlossen. Im Erdgeschoss befinden sich nebst sechs Zimmern die Diensträume, die Küche und der Essraum mit Cafeteria. Ein Wintergarten, ein gedeckter Sitzplatz und ein kleiner Park laden die Bewohner dereinst zum Verweilen ein. Parkplätze für das Personal und die Besucher befinden sich alle in einer Tiefgarage, auf dem übrigen Areal können keine Autos abgestellt werden.

Gloor setzt auf eine gute Bauqualität: «Wir bauen im MinergieP-Standard.» Für die Planung sei es nötig geworden, dass er sich in die Materie vertieft habe – Pflegeabläufe, Infrastruktur und nicht zuletzt Vorschriften. «Wir haben viele Vorschriften beim Bau und der Ausstattung einzuhalten», erklärt der Bauherr, «diese erhöhen die Sicherheit, aber auch die Kosten.» Zum heutigen Zeitpunkt rechnet die Wynablick mit einer Investition von rund 7 Mio. Franken. Die Tagespauschale werde leicht höher sein als in den grösseren Heimen in der Region, aber das Platzangebot im Neubau rechtfertige dies.

Kleines Heim hat auch Vorteile

Ein kleines Heim biete gegenüber den grösseren Institutionen durchaus Vorteile, meint Gloor. Der Kreis der Beteiligten ist kleiner, Bewohner und Personal kennen sich. Die Bauherrschaft hofft, noch vor Ende Jahr mit dem Bau beginnen zu können, so sollte das Heim im Frühjahr 2014 bezugsbereit sein.

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