Schöftland

Eichen für die Zukunft und den Mittelspecht gepflanzt

Bevölkerung und Behördenmitglieder pflanzten gemeinsam im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläum der Aargauischen Kantonalbank AKB «Im Lälli» 2500 junge Eichenbäume. Das entstehende Eichenwäldchen soll vielen Tierarten einen Lebensraum bieten.

Rund 30 Personen trafen sich am Samstagmorgen im Schöftler Wald. Ausgerüstet mit Handschuhen, festen Schuhen und warmen Jacken. Die passende Kleidung bewährte sich schnell, sollten doch im steilen Hang junge Stieleichen-Stecklinge gepflanzt werden.

Förster Martin Leu zeigte das korrekte Setzen: Die Erde rund um die Stecklinge herum musste unbedingt fest angedrückt werden, damit sich keine Luftkammern halten konnten. Paarweise machten sich die Leute an die Arbeit und schon bald stand in allen vorgebohrten Hohlräumen je ein Bäumlein.

Mit Hacken wurden noch mehr Löcher geschlagen und mit Eichen bestückt. 2500 Stecklinge waren nach gut zwei Stunden Arbeit gepflanzt – genutzt werden können die Bäume dann in 150 bis 250 Jahren.

Gemeinsames von Eichen und AKB

Etwas Nachhaltiges wollte die Aargauische Kantonalbank zu ihrem 100-Jahr-Jubiläum bewirken. Da drängte sich eine Baumpflanzaktion auf, daher werden an vier Orten im ganzen Kanton Eichen gepflanzt.

Ursula Diebold, Leiterin Kommunikation der AKB, informierte über das Projekt. «Die Eiche steht wie kein anderer Baum als Sinnbild für Stärke, Kraft, Beständigkeit und tiefer Verwurzelung mit dem Heimatboden und passt somit perfekt zur AKB.»

Nicht ganz so viele Leute wie erwartet kamen zum Baumpflanzen in den Wald. Doch wer dabei war, machte das mit viel Engagement und aus Überzeugung. «Immer spricht man von Nachhaltigkeit. Da ist es schön, dass wir in unserer Gemeinde so etwas machen können», meinte Gemeinderätin Elsbeth Kaufmann.

Auch Yvonne und Andreas Zubler waren begeistert. «Bäume zu pflanzen für die Zukunft und damit den Nachkommen etwas zu hinterlassen, ist eine gute Sache.» Trotz ihrer 74 beziehungsweise 81 Jahre arbeiteten Max und Elisabeth Morgenthaler mit viel Elan: «Wir interessieren uns für den Wald und sind viel hier.»

Holzskulptur als Erinnerung

Das Eichenwäldchen wird schliesslich etwa aus 100 Bäumen bestehen, die vielen Tierarten einen Lebensraum bieten werden. Vor allem der seltene Mittelspecht ist auf Eichen angewiesen. Dies verdeutlichte auch die Holzskulptur, welche die AKB der Gemeinde schenkte: Ein Baumstamm mit Specht des Künstlers Michael Rhiner aus Gretzenbach.

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