Reinach
Drei Monate in Verzug: Grossbaustelle geht in die letzte Runde

Die Bauarbeiten im Dorfzentrum von Reinach sind in Verzug. Ist die Einmündung Pfeffikerstrasse vor Wintereinbruch zu schaffen? Ziel sei es, so Reinhard, die gesamten Bauarbeiten bis Mitte März abzuschliessen.

Rahel Plüss
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Letzte Etappe: Gestern haben die Sanierungsarbeiten an der Einmündung Pfeffikerstrasse begonnen.

Letzte Etappe: Gestern haben die Sanierungsarbeiten an der Einmündung Pfeffikerstrasse begonnen.

Rahel Plüss

Vom «Casa Schneggli» hat man einen schönen Überblick über den neuen Strassenverlauf im Reinacher Dorfzentrum. Seit gestern ist die Hauptstrasse wieder beidseitig befahrbar. Die Bauetappe zwischen Gasthof Bären und Wynabrücke ist praktisch abgeschlossen. Einzig ein paar Fertigstellungsarbeiten vor dem Coop Bärenmarkt müssen noch erledigt werden. Dazu gehört auch die Pflanzung der vier Ahorn-Bäume auf dem frisch gepflästerten Vorplatz, der fortan den Fussgängern vorbehalten bleibt. Die Umschlagparkplätze vor der Löwen-Apotheke wurden aufgehoben.

Jetzt geht die Grossbaustelle in die letzte Runde: Die Einmündung der Pfeffikerstrasse wurde in Angriff genommen. Zunächst wird die Fahrbahn entlang des Gemeindehauses (im Bild links) saniert. In einem zweiten Schritt kommt Gegenseite dran. «Bei optimalen Witterungsverhältnissen sollten diese Arbeiten noch vor Weihnachten abgeschlossen sein», sagte Projektleiter Michael Reinhard von der Abteilung Tiefbau an der gestrigen Information. Wie die vorangehenden, ist auch diese Baustellenetappe im Einbahnregime geführt. Die Einfahrt in die Pfeffikerstrasse ist gesperrt. Der Verkehr wird über die Färber- und Breitestrasse umgeleitet.

Auch wenn die Einmündung Pfeffikerstrasse bis Weihnachten fertig wird, der «Bären»-Vorplatz wird bis Anfang 2018 warten müssen und auch die Platzgestaltung zwischen «Schneggen» und Gemeindehaus wird erst im neuen Jahr angegangen. Ziel sei es, so Reinhard, die Bauarbeiten bis Mitte März abzuschliessen. Grössenordnung im Juni solle dann der Deckbelag noch eingebaut werden.

Die aktuellen Arbeiten laufen nach Terminplan – nach einem neu aufgesetzten. Rund drei Monate ist das Bauprojekt in Verzug. Hauptsächlich schuld sind 7900 Tonnen Bauschutt, die im östlichen Bereich zwischen «Casa Schneggli» und Valiant Bank zum Vorschein gekommen sind. Man hatte damit einst den Wynakanal zugeschüttet, der hier verlief. Dieses Material musste herausgeholt und speziell entsorgt werden. Das hat nicht nur Zeit geraubt, sondern auch zu erheblichen Mehrkosten geführt. Der Regierungsrat musste einen Zusatzkredit von 1,1 Millionen Franken sprechen. Auch die Gemeinde hat mehr zu bezahlen: Für Reinach sind Mehrkosten von 420 000 Franken entstanden.

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