Suhrental
Drei Berufsleute aus der Region holen an den Swiss-Skills Edelmetall

Kevin Bucheli aus Uerkheim hat sich bei den Schweizer Berufsmeisterschaften, den Swiss-Skills in Bern, bei den Gebäudetechnikplanern den Titel geholt. Er war nicht der einzige aus der Region, der eine Medaille mit nach Hause nahm.

Emiliana Salvisberg und Lilly-Anne Brugger
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Kevin Bucheli (Uerkheim, 1. Rang Gebäudetechnikplaner Lüftung), Cornelia Widmer (Uerkheim, 2. Rang Detailhandelsfachfrau Fleischwirtschaft) und Mike Brunner (Schmiedrued-Walde, 2. Rang Plattenleger).

Kevin Bucheli (Uerkheim, 1. Rang Gebäudetechnikplaner Lüftung), Cornelia Widmer (Uerkheim, 2. Rang Detailhandelsfachfrau Fleischwirtschaft) und Mike Brunner (Schmiedrued-Walde, 2. Rang Plattenleger).

ZVG

70 Medaillensätze wurden in der Postfinance-Arena in Bern am Sonntagsabend an den Swiss Skills vergeben. Eine Gold- und zwei Silber-Medaillen sicherten sich junge Berufsleute aus dem Suhrental. Besonders erfolgreich war Kevin Bucheli als Gebäudetechnikplaner Lüftung.

«Die Konkurrenz war sehr gross», sagt der Uerkner, der seine Lehre in Othmarsingen bei der Kämpfer AG gemacht hat. «Ich war überrascht, dass ich gewonnen habe», so der 21-Jährige. Aufgrund seiner Abschlussprüfungsnote wurde er zur Teilnahme an den Berufsmeisterschaften eingeladen.

Während des Wettkampfs musste er für einen fiktiven Bauherrn in einem Bauvorhaben eine Lüftung planen. Dies machte er so gut, dass er sich nun kaum vor dem Ansturm der Gratulanten retten kann. Momentan absolviert Kevin Bucheli die Berufsmaturität, anschliessend möchte er an der Hochschule Luzern den Bachelor machen. «Mein Ziel ist, während des Studiums mit einem Bein im Berufsleben zu bleiben.»

Eine zweite Medaille nach Uerkheim brachte Cornelia Widmer. Die Detailhandelsfachfrau Fleischwirtschaft hat noch nicht ganz realisiert, dass sie den zweiten Platz erkämpft hat. «Nach der Preisverleihung war es so spät, dass ich nur noch ins Bett gefallen bin.»

Die 19-Jährige hat an vier Tagen fünf verschiedene Disziplinen absolviert. Am anstrengendsten sei das Herstellen der Fondue-chinoise-Platte gewesen. «In 30 Minuten musste ich 1,2 Kilogramm Fleisch schneiden.»

Da Cornelia Widmer in der Disziplinen-Wertung die beste kalte Platte hergestellt hatte und auch sonst gute Ränge erzielte, war eine sehr gute Platzierung absehbar. Sie hat ihre Lehre im Coop in Dagmersellen absolviert. Heute arbeitet sie im Perry Center in Oftringen.

Zwei hundertstel Punkte fehlen

Ebenfalls eine Silbermedaille erhielt Plattenleger Mike Brunner aus Schmiedrued-Walde. «Ich wusste, dass ich mit einem Podestplatz rechnen kann, wenn alles rund läuft.»

Und dem war so – gerade mal zwei hundertstel Punkte trennten ihn vom Sieger, dem Tessiner Davide Donati. Wer von ihnen nach Brasilien an die Weltmeisterschaften fliegt, entscheidet sich in einer vom Schweizerischen Plattenverband initiierten Ausscheidung.

«Das ist bisher noch nie vorgekommen», so Brunner, der auf den Sieg hofft. Seinen Job hat der Ofenbauer, der sich in einem Zusatzjahr zum Plattenleger ausgebildet hat, bei der Dätwyler Ofenbau AG aus Schmiedrued auf sicher.

Er würde wieder mitmachen: «Vorbereiten kann man sich, doch unter Druck muss es gelingen, sein ganzes Können einfach abzurufen und auch zu improvisieren.»