Das Restaurant Eintracht schliesst per Ende März. Eine Nachfolge gibt es noch keine, das Restaurant bleibt vorerst geschlossen, sagt Martha Duss. Sie ist Besitzerin und hat die «Eintracht» 40 Jahre lang geführt. Für das Fernbleiben der Gäste gibt es für sie vor allem einen Grund: Die Konkurrenz unter den drei Beizen im Dorfkern.

Sonne, Eintracht, Brigadoon

Härtester Konkurrent der «Eintracht» ist das Restaurant Sonne. Im November ging das Lokal wieder auf, nachdem es über zwei Jahre geschlossen war. Das junge Wirtepaar führt das Restaurant seither mit viel Erfolg. Über fehlende Kundschaft kann es sich nicht beklagen, im Gegenteil, es mussten auch schon Gäste weggeschickt werden (az vom 27. Januar).

Auch im Dorf blieben die fehlenden Gäste in der «Eintracht» nicht unbemerkt: «Während die ‹Sonne› zu war, lief das Geschäft in der ‹Eintracht› besser, doch sobald die ‹Sonne› wieder öffnete, zog es die Gäste dorthin», sagt Gemeindeschreiber Hans Stadler. Dasselbe hat Martha Duss beobachtet: «In einer kleinen Gemeinde herrscht halt ein grosser Konkurrenzkampf, bei dem jemand leiden muss», sagt die ehemalige Wirtin.

Dazu komme, dass die «Eintracht», im Gegensatz zur «Sonne», kein Speiserestaurant sei, sondern eher eine Feierabendbeiz. Es gebe zwar auch eine Speisekarte, doch sei diese nicht so gut ausgebaut wie in der «Sonne». Deren gutbürgerlichen Gerichte ziehen die Gäste an, die auswärts essen wollen.

Auch als Feierabendbeiz steht das Restaurant Eintracht nicht allein da. Die Brigadoon Lounge hat sich ebenfalls auf das Abendgeschäft spezialisiert. Das vor einem Jahr eröffnete Lokal hat nur abends offen und wird von den Besitzern als Hobby geführt. Mit Fleischspezialitäten und Jassabenden werden die Gäste in die Lounge gelockt.