Staffelbach

Diese junge Staffelbacherin hat einen stromlosen Mixer erfunden

Industrie-Designerin Tabita Walther.bkr

Industrie-Designerin Tabita Walther.bkr

Tabita Walther ist Industrie-Designerin und hat unter anderem eine stromlose Haushaltsmaschine als Abschlussarbeit entwickelt.

Am Ortsrand von Staffelbach, idyllisch ländlich wohnt Tabita Walther derzeit bei ihren Eltern. Eine Künstlerfamilie, das spürt und sieht man im und vor dem Haus. Tabita hat die künstlerische Ader ihrer Eltern geerbt, ist Gestalterin geworden und hat diesen Sommer als eine von wenigen Frauen ein Studium als Idustrial Designerin abgeschlossen.

In Luzern hat sie nach der Matur den Vorkurs als Vorbereitung für die Aufnahme an der Fachhochschule für Gestaltung und Kunst absolviert. Dabei sei sie auf das Studienfach Industrial Design gestossen. «Allerdings erfolgt die Zulassung zu einem gestalterischen Studium nicht wie bei einer Uni über das Maturzeugnis. Man muss sich bewerben und ein Aufnahmeverfahren durchlaufen.» Aus 300 Bewerbungsmappen wurden rund 100 ausgewählt und die Bewerber zu Präsentation und Gespräch eingeladen. 30 bekamen einen Studienplatz – unter ihnen war Tabita Walther.

Ihren Studienstart erlebte sie noch an der damaligen FH für Gestaltung und Medien in Aarau (die inzwischen nach Basel verlegt wurde). Nach drei Semestern ging sie für sechs Monate als Austauschstudentin nach Schweden.

An der Fachhochschule Nordwestschweiz lernte sie in den Werkstätten mit einer Vielzahl von Maschinen arbeiten. Dienlich sei dabei auch die Vielfalt der Berufe, aus welchen die Studienkolleginnen und -kollegen stammen. Die Herkunft reicht vom Goldschmied über den Schreiner bis hin zum Polymechaniker oder Informatiker.

Eine der ersten Aufgaben im Unterricht war die Gestaltung einer Verpackung für ein Duschgel. Eine andere Problemstellung galt dem Re-Design einer Handnähmaschine. «Ihr Gehäuse war nicht besonders schön. Ich musste es neu gestalten und auch nützlicher machen.»

So hat Walther das Gerät zusätzlich mit einem Fadenschneider versehen. Als Abschlussarbeit an der Fachhochschule hat sie eine stromlose Haushaltsmaschine entwickelt und gestaltet, die rühren, schlagen und pürieren kann. Die Holzplattform mit Seilzug soll die elektrischen Küchenmaschinen ersetzen.

Lampen als Problemstellung

Beschäftigt hat sie sich auch mit Tischlampen. «Eine solche muss hell scheinen, darf aber nicht blenden», was gar nicht so einfach zu bewerkstelligen sei. Das Master-Studium hat die Staffelbacherin derzeit vertagt und absolviert ein Praktikum bei einem Aarauer Werbebüro. Idustrial Design und Werbung? Das sei kein Problem. «Wir sind breit ausgebildet und können konzipieren und auch grafisch gestalten.»

Das Praktikumsjahr in Aarau hat sie gewählt, weil sie Erfahrungen in der Berufswelt sammeln will. Ein Projekt, an dem sie mitarbeitet, ist, bei der Autobahngaststätte Würenlos für mehr Frequenz zu sorgen. «Werbung alleine genügt da nicht, man muss auch an der Atmosphäre, der räumlichen Szenografie, arbeiten.»

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