Oberkulm

Die Wynentaler Lehrbetriebe spannen zusammen

Projektteam im Expo-Shirt (v.l.): Beat Niederhauser, Remo Fries, Monika Schmid, Giancarlo Favi, Claudio Zanatta, Markus Krack.psi

Projektteam im Expo-Shirt (v.l.): Beat Niederhauser, Remo Fries, Monika Schmid, Giancarlo Favi, Claudio Zanatta, Markus Krack.psi

Die Unternehmen in aargauSüd sind auf qualifizierte Berufsleute angewiesen und wollen sich für die Ausbildung gemeinsam engagieren. Ausbildungsverantwortliche von verschiedenen Betrieben arbeiten mit Gemeinde und Fachhochschule zusammen.

Der Gemeindeverband aargauSüd impuls betreut ein weiteres NRP-Projekt (Neue Regional Politik). An einer Info-Veranstaltung in Oberkulm sagte Präsident Martin Widmer: «Hochstehende industrielle und handwerkliche Fähigkeiten sind eine Stärke von aargauSüd.» Da sei seit letztem Jahr ein Projektteam an der Arbeit.

Die Ausbildungsverantwortlichen Beat Niederhauser (Eichenberger Gewinde AG), Monika Schmid (Metall Service Menziken AG), Giancarlo Favi (Alu Menziken Extrusions AG) und Remo Fries (Fischer Reinach AG) arbeiten gemeinsam mit Claudia Zanatta (Gemeinderat) und Markus Krack (Fachhochschule) an einem Lehrbetriebsverbund.

Sie wollen die bestehenden Ausbildungskapazitäten sichern und für die Zukunft auszurichten, gemeinsam die Berufsausbildung fördern.

Unterstützung vom BKS

Marc Aurel Hunziker, Leiter Sektion Berufsbildung vom Bildungsdepartement, lobte in seinem Referat das duale Ausbildungssystem und erklärte, dass alles darangesetzt werde, junge Menschen, die in der Regel sehr motiviert seien, «wirklich anzusprechen». Weiter sei es der Verwaltung bewusst, dass die Ausbildungsbetriebe von administrativen und regulativen Hürden zu entlasten seien.

Das Projektteam liess, um Grundlagen für Thesen und Massnahmen zu erhalten, eine Unternehmensbefragung durchführen. Von 98 angeschriebenen Firmen haben 59 an der Online-Befragung teilgenommen.

Analysiert wurde zum Beispiel die Situation der Berufsbildung in Region (leichte Abnahme der ausbildenden Betriebe); die Befindlichkeit (die Ausbildung ist uns sehr wichtig) oder das Potenzial für eine regionale Berufsausbildung.

Da äusserten sich mehrere Betriebe positiv zu einem Ausbildungsverbund oder zur Übertragung der Grundausbildung an Drittanbieter. Ebenfalls durchleuchtet wurde die Situation in der Erwachsenenbildung (Weiterbildung, Quereinsteiger).

Aus- und Weiterbildung sehr wichtig

Als wichtigste Erkenntnisse listet die Auswertung auf: Die Aus- und Weiterbildung wird als sehr wichtig eingestuft, theoretische und praktische Ausbildung sollten besser aufeinander abgestimmt werden.

Zwei Drittel der Firmen könnten alle Berufsausbildungsziele abdecken, knapp die Hälfte könnte sich eine Ausbildungskooperation oder ein Teilen von Lernenden vorstellen.

Die Auswertung hält fest, dass heute die Firmen eine Unterstützung durch Drittanbieter «nicht euphorisch aufnehmen». Dem Aspekt «des Konkurrenz- und Gärtchendenkens» sei da besondere Aufmerksamkeit entgegenzubringen.

Das Projektteam nennt als grosse Herausforderung, «das technische Interesse von Schülern zu wecken und deren mässige Fach- und Sozialkompetenz zu erhöhen.

An der Wyna-Expo vom 2. bis 5. Mai präsentieren junge Berufsleute an einem Stand die Berufsausbildung in der Region AargauSüd.

Mehr Infos unter: www.aargausued.ch

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